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Regierungsverhandlungen: OÖGKK warnt vor Auflösung der AUVA

Im Zuge der Regierungsverhandlungen wird auch die Auflösung der AUVA geplant. Die Aufgaben der Unfallversicherung sollen auf Krankenkasse und Pensions-versicherung aufgeteilt werden. Die OÖGKK warnt vor dieser Schwächung der Unfallversicherung, die einen wichtigen Teil der Versorgung abdeckt. Die Mittel für die Unfallversicherung sollen gleichzeitig um 40 Prozent gekürzt werden. 

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(P/projkomm/esv/MDB/Bilder/Aktuell / Bilderservice)

Die Unfallversicherung übernimmt das Haftpflichtrisiko von Unternehmen für ihre Mitarbeiter, wenn diese unmittelbar aus ihrer Arbeit einen Gesundheitsschaden erleiden. Als Leistungen bei Arbeitsunfall oder Berufskrankheiten kennt die Unfallversicherung etwa die Unfallheilbehandlung, die Rehabilitation und als Einkommensersatzleistung die Unfallrente. Für diese Haftungsablöse des Dienstgebers durch die AUVA zahlen die Betriebe derzeit einen Unfallversicherungsbeitrag von 1,3 Prozent der SV-pflichtigen Löhne und Gehälter.  

„Die AUVA verfügt über enorme Expertise, wenn es um die Prävention, um die Versorgung und die Rehabilitation bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten geht. Dieses wichtige Feld sollte gestärkt und ausgebaut werden, anstelle es zu schwächen“, sagt OÖGKK-Obmann Albert Maringer. Gerade Arbeiter sind in den Betrieben oft höheren Risiken für ihre Gesundheit ausgesetzt. Eine Schwächung der Unfallversicherung würde gerade sie besonders hart treffen. 

Wenn es nach den Regierungsverhandlern geht, soll aber nicht nur die AUVA aufgelöst werden. Gleichzeitig soll auch der Unfallversicherungsbeitrag von 1,3 auf 0,8 Prozent gesenkt werden. Das entspricht einem Minus von 40 Prozent der Unfallversicherungs-Mittel. „40 Prozent weniger an Unfallversicherungsbeiträgen verursachen nach unseren Berechnungen eine Lücke von mindestens 70 Millionen Euro, allein in Oberösterreich“, betont OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer. 

 

Zuletzt aktualisiert am 05. Dezember 2017