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OÖGKK forscht zu COPD-Therapie: Medikamente verlängern Leben!

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung – bekannt als COPD – belastet Patienten durch stärkste Atembeschwerden. Medikamente lindern nicht nur die Symptome, sondern erhöhen auch die Überlebenschance – von 44 auf 56 Prozent bei schwerer COPD. Das zeigt eine aktuelle OÖGKK-Studie aus Linz.

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„Bitte nehmen Sie als COPD-Patient Ihre verordneten Medikamente laufend und vollständig ein. Das lindert nicht nur Ihre Beschwerden, sondern verlängert Ihr Leben“, appelliert  OMR Dr. Walter Grunt, Leitender Chefarzt der OÖGKK. Anlass ist eine aktuelle Forschungsarbeit der OÖGKK (Studienautor Bernhard Kaiser), unterstützt vom Kepler Uni Klinikum (KUK) in Linz. 

 

Höhere Überlebenschance 

Zentrale Forschungsfrage war: Steigt die Überlebenschance eines COPD-Patienten, wenn er seine Medikamente ordnungsgemäß einnimmt? Fazit: Bei fehlender oder sehr lückenhafter Einnahme liegt die Überlebenschance bei schwerer COPD nach 40 Monaten bei nur
44 Prozent. Nimmt der Patient die Medikamente aber ordnungsgemäß ein, steigt der Wert auf 56 Prozent. Basis der OÖGKK-Studie waren 329 Patientinnen und Patienten, die 2013 wegen COPD stationär im KUK aufgenommen wurden. OÖGKK-Obmann Albert Maringer: „Unsere aktuelle COPD-Studie zeigt einmal mehr: Wissenschaftliche Forschung ist eine wesentliche Grundlage für eine zielgerichtete und daher wirksame Versorgung.“

 

Kosten zweitrangig 

Rein wirtschaftlich bewertet, sind COPD-Medikamente ein hoher Kostenfaktor für die soziale Krankenversicherung. Ein Argument, das OÖGKK-Direktorin Mag. Dr. Andrea Wesenauer so nicht gelten lässt: „Wir haben hier den validen Beweis, dass COPD-Präparate eine ernsthafte Chance auf mehr Lebensjahre bringen. Somit können wir den Betroffenen ein seriöses Versprechen abgeben: Diese Therapie ist wertvoll, weil sie wirkt. Und wenn der Wert einer Therapie wirklich gesichert ist, sind die Kosten zweitrangig.“        

    

Rückfragen:

Mag. Harald Schmadlbauer | Tel. 05 78 07 - 10 24 01 | harald.schmadlbauer@ooegkk.at

Zuletzt aktualisiert am 09. November 2017