DRUCKEN

OÖGKK setzt Leistungsharmonisierung um

„Gleiche Leistungen für gleiche Beiträge, und Verbesserungen für alle Versicher­ten in Österreich“, so formuliert OÖGKK-Obmann Albert Maringer das Ziel der aktuellen Leistungsharmonisierung in der sozialen Krankenversicherung. Die OÖGKK wird das erste von insgesamt drei Harmonisierungs-Paketen in den kommenden Tagen in ihrer Satzung umsetzen. Das zweite Paket wurde auf Hauptverbands-Ebene am 3. Oktober abgestimmt.   

MMDB84642_72_GKK_01PC_0.jpg

Das erste Leistungspaket im Rahmen der Leistungsharmonisierung umfasst insgesamt elf Themen, vom Blutzuckermessgerät über Rollstühle bis zum Zeckenimpfungs-Zuschuss. „Es freut uns, dass das hohe OÖGKK-Leistungsniveau in fast allen Bereichen die Ziel-Qualität für die Harmonisierung darstellt“, berichtet OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer. Betroffen von der Leistungsharmonisierung sind solche Leistungsbereiche, in denen der Gesetzgeber den einzelnen Krankenkassen die konkrete Leistungsausgestaltung im Rahmen ihrer Satzungen überträgt. Das sind vor allem Zuschüsse und Selbstbehalte bei sogenannten Heilbehelfen und Hilfsmitteln
(z.B. Rollstühle, Inkontinenzprodukte), bei Impfungen und Zuschläge zum gesetzlichen Krankengeld.

 

Keine Leistungsverschlechterungen in Oberösterreich

„Für mich als Vertreter der OÖGKK-Versichertengemeinschaft ist wichtig: Es darf keines­falls zu Leistungsverschlechterungen für unsere Versicherten kommen. Verbesserungen auch für die OÖGKK-Versicherten sind aber selbstverständlich willkommen“, hält Obmann Albert Maringer fest. Diese Vorgabe wurde im Rahmen der bundesweiten Abstimmungen konsequent verfolgt. Das Ziel, im ganzen Bundesgebiet eine einheitliche, hochwertige Versorgungsqualität anzubieten, trägt die OÖGKK vollinhaltlich mit: Die entsprechende Satzungsänderung soll am 18. Oktober in der Generalversammlung erfol­gen.

 

Die zweite Tranche an Vereinheitlichungen betrifft zum einen die „Zahnspange“ – konkret die Fälle die nicht unter die vollständige Leistungsübernahme im Rahmen der „Gratis-Zahnspange für Kinder und Jugendliche“ fallen. Weitere Leistungsfelder sind „Kontaktlin­sen“ sowie der komplexe Bereich der Fahrt- und Transportkosten. Auch hier bewirkt die Harmonisierung in den meisten Fällen eine Anpassung an das Leistungsniveau der OÖGKK. Bei den Krankentransporten kommt es durch den kompletten Wegfall des Selbstbehalts (Rezeptgebühr) zu einer deutlichen Leistungsverbesserung auch für die OÖGKK-Versicherten, im Gegenzug werden Bagatellzuschüsse zu Fahrten mit öffentli­chen Verkehrsmitteln und Privat-PKW österreichweit gestrichen. Bei den Kontaktlinsen wurden auf Basis medizinischer Kriterien die Indikationen für die Leistungsübernahme österreichweit vereinheitlicht.   

 

Die Empfehlungen der LSE-Studie werden umgesetzt

„Die Studie der London School of Economics (LSE) hat der sozialen Krankenversiche­rung in Österreich ein sehr positives Gesamtzeugnis ausgestellt. Eine der zentralen Empfehlungen war aber die weitere Harmonisierung der Leistungen. Damit hat die Studie den bereits eingeschlagenen Weg der Krankenversicherung bestätigt“, betont OÖGKK-Obmann Albert Maringer. 

 

Insgesamt bewirken die Beschlüsse eine deutliche Verbesserung des Leistungsangebots der gesetzlichen Krankenversicherung. In Summe ergeben sich österreichweit Entlastungen der Versicherten von 9,2 Mio. Euro durch die erste Tranche, und maximal 36 Mio. Euro im Rahmen des zweiten Leistungspakets. Hauptverbands-Vorsitzender Alexander Biach hält fest, dass mit den nun vorliegenden Beschlüssen in der Sozialversicherung bereits zwei Drittel der Leistungsunterschiede beseitigt wurden. Das dritte und abschließende Harmonisierungs-Paket ist bereits in Vorbereitung.

    

Rückfragen:

Mag. Harald Schmadlbauer | Tel. 05 78 07 – 10 24 01 | harald.schmadlbauer@ooegkk.at

  

Zuletzt aktualisiert am 09. Oktober 2017