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Dienstverhältnis kürzer vereinbart als ein Monat

Wie Sie bei einem „Dienstverhältnis kürzer vereinbart als ein Monat“ sozialversichert sind, hängt davon ab, wie viel Sie in Summe pro Kalendermonat verdienen. In bestimmten Fällen müssen Sie Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung nachzahlen.

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Was gilt als „Dienstverhältnis kürzer vereinbart als ein Monat“? 

  • Ihr Dienstgeber hat Sie für einen vorher festgelegten Zeitraum bei der Sozialversicherung angemeldet. Das Dienstverhältnis kann an jedem beliebigen Tag eines Monats beginnen, muss jedoch kürzer als ein Monat sein. Wenn Sie z. B. am 15. März angemeldet wurden, kann das Dienstverhältnis maximal bis zum 13. April dauern.
  • Bitte beachten Sie: Wird Ihr Dienstverhältnis während der Probezeit aufgelöst, gilt es nicht als „Dienstverhältnis kürzer vereinbart als ein Monat“.
  • Wenn Sie fallweise und unregelmäßig beschäftigt sind, z. B. als Aushilfskraft, gehts hier zu mehr Informationen…

  

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 Muss ich bei einem „Dienstverhältnis kürzer vereinbart als ein Monat“ Beiträge zur Sozialversicherung zahlen? 

Das hängt davon ab, wie viel Sie verdienen.  

  • Ihr Bruttoeinkommen (Entgelt) aus diesem Dienstverhältnis liegt pro Kalendermonat über der Geringfügigkeitsgrenze von EUR 438,05 (Wert 2018): Dann sind Sie vollversichert und zahlen Beiträge, die automatisch abgezogen werden.
  • Ihr Bruttoeinkommen aus dem Dienstverhältnis überschreitet die Geringfügigkeitsgrenze im Kalendermonat nicht: Dann zahlen Sie keine Beiträge und sind ein „normaler“ geringfügig Beschäftigter. Falls Sie noch andere Jobs haben, dürfen Sie in Summe die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreiten.

Zum besseren Verständnis hier ein Beispiel…

   

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 Mein „Dienstverhältnis kürzer vereinbart als ein Monat“ ist geringfügig. Wann muss ich trotzdem Beiträge nachzahlen? 

  • Das kann passieren, wenn Sie mehrere Jobs haben und Ihre Bruttoeinkommen (Entgelte) in Summe die Geringfügigkeitsgrenze von EUR 438,05 (Wert 2018) pro Kalendermonat überschreiten.
  • Dann müssen Sie als Dienstnehmer für die sonst beitragsfreien geringfügigen Beschäftigungen Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung nachzahlen.
  • Es spielt keine Rolle, ob Ihre anderen Jobs geringfügig sind oder nicht. Es zählt nur, was Sie pro Kalendermonat in Summe verdienen. Bestimmte Geldleistungen zählen nicht zum Bruttoeinkommen, z. B. Pensionen, Kinderbetreuungsgeld, linkAMS-Leistungen.
  • Die OÖGKK verschickt die Rechnungen für die Nachzahlungen immer im Herbst des folgenden Jahres. Wir empfehlen Ihnen daher, dass Sie sich rund 15 % Ihres geringfügigen Einkommens zur Sicherheit auf die Seite legen. Auf Antrag ist auch eine Vorauszahlung der Beiträge möglich. Mehr zu den Nachzahlungen…[17]

Zum besseren Verständnis hier ein Beispiel…

  

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Zeitmonat und Kalendermonat: Warum ist dieser Unterschied wichtig?  

Wenn es um die Geringfügigkeitsgrenze und eventuelle Nachzahlungen in der Kranken- und Pensionsversicherung geht, zählt immer der Kalendermonat, also Ihr Bruttoeinkommen vom Monatsersten bis zum Monatsletzten. Wenn Ihr „Dienstverhältnis kürzer als ein Monat“ aber z. B. am 30. März beginnt und am 10. April endet, wird das Bruttoeinkommen auf zwei Kalendermonate aufgeteilt. So kann es passieren, dass Sie in einem Kalendermonat die Geringfügigkeitsgrenze überschreiten und im anderen nicht.   

Die Kundenberater und Kundenberaterinnen der OÖGKK stehen Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung. 

Zuletzt aktualisiert am 14. Juni 2017