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Immer mehr Menschen entscheiden sich rauchfrei durchs Leben zu gehen

Erfreuliche Bilanz zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai: Immer weniger Menschen rauchen in Oberösterreich, der Anteil liegt unter einem Drittel der Bevölkerung.  Die zahlreichen Angebote der OÖGKK für einen erfolgreichen Rauchstopp werden so gut wie noch nie angenommen.

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„Wir freuen uns, dass wir die Menschen mit unseren Angeboten so gut unterstützen können. Wir kommen nicht mit dem Zeigefinger, sondern mit Angeboten die den Menschen nachweislich helfen, sich von einer Abhängigkeit frei zu machen. Für die Betroffenen ist der Rauchstopp ein Riesenerfolg: Sie sind ein lästiges, teures und ungesundes Übel los“, meint OÖGKK-Obmann Albert Maringer.

Der Anteil der Raucherinnen und Raucher liegt laut einer Befragung aus 2015 (Drogenmonitoring OÖ) bei unter einem Drittel der Bevölkerung (32 Prozent). 2006 waren es noch 43 Prozent. Deutlich weniger Menschen rauchen mittlerweile auch täglich
(23 Prozent waren es 2015, 31 Prozent 2006). Rückläufig ist auch die Zahl jener, die zumindest gelegentlich zur Zigarette greifen (9 Prozent 2015, 12 Prozent im Jahr 2006).

 

„Die rückläufigen Zahlen unterstreichen, wie wichtig die Rauchfrei-Unterstützung für die Menschen ist. Wir haben maßgeschneiderte Angebote und versuchen die Menschen dort abzuholen, wo wir sie am besten erreichen können. Im internationalen Vergleich hat Österreich leider immer noch zu viele Raucher. Konsequent werden wir an dem Thema dran bleiben, um mit sinnvollen Maßnahmen für mehr Rauchfreiheit und damit mehr Gesundheit zu sorgen“, so Andrea Wesenauer, Direktorin der OÖGKK. 

 

Die Rauchfrei-Angebote der OÖGKK 

Die Angebote der OÖGKK sind vielseitig und setzen bei verschiedenen Zielgruppen, Bevölkerungsgruppen an. Hier im Detail:

   

  • „Rauchfrei durchs Leben“: Dieses Kursangebot gibt es seit 2007. Es wird in den Kundenservicestellen der OÖGKK sowie auch in Betrieben und Gemeinden angeboten. Das ambulante Raucherentwöhnungsprogramm läuft über fünf Wochen in der Gruppe. Einzelberatungen gibt es für schwangere Frauen und stillende Mütter sowie deren rauchende Partner. Durchgeführt werden die Kurse durch den Arbeitsmedizinischen Dienst. 2016 fanden in Oberösterreich
    24 Gruppenkurse (6 davon in Betrieben) statt. 305 Personen nahmen daran teil.  
  • „Rauchfreier Betrieb“: Im Auftrag der OÖGKK werden derzeit vom Arbeitsmedizinischen Dienst verschiedene Unterstützungsangebote in Modulform entwickelt (zB. Workshops für Führungskräfte und Gesundheitsbeauftragte), die im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung vermittelt werden und von Betrieben kostenpflichtig gebucht werden können.

Für rauchende Mitarbeiter/innen von Betrieben besteht außerdem die Möglichkeit, Entwöhnungskurse der OÖGKK als Inhouse-Seminare zu buchen, wenn sich ausreichend Teilnehmende eines Betriebes melden.

 

  • „Rauchfrei von Anfang an“: Das Programm „Von Anfang an“ informiert und berät Schwangere und junge Eltern in Form von sechs Newslettern und drei  Videoratgebern zu verschiedenen gesundheitsrelevanten Themen, darunter auch zu den Themen Auswirkungen von Tabakrauch in der Schwangerschaft und über die Bedeutung einer rauchfreien Umgebung für das Kind. Auch in den Workshops „Gesund essen von Anfang an“ wird über Tabak- und Alkoholkonsum informiert. Die Broschüre Alkohol und Rauchen in der Schwangerschaft, entwickelt vom Institut Suchtprävention (ISP), wird an die ausgebenden MUKI-Pass-Stellen verteilt, die Broschüre liegt jedem Mutter-Kind-Pass bei. In OÖ werden so gut wie alle Schwangere und junge Eltern durch „Von Anfang an“ und die Broschüre des ISP erreicht (ca. 14.000 Familien jährlich). 
  • „Übers Rauchen reden“:  Elternkurzvorträge sowie Workshops zur Tabak-prävention werden vom ISP für Schulen angeboten und von der OÖGKK finanziell unterstützt. 2016 wurden Vorträge an 35 verschiedenen Schulen gehalten.

  • „Rauchfrei Telefon“: Das „Rauchfrei-Telefon“ ist eine österreichweite gemeinsame Initiative der Sozialversicherungsträger, der Bundesländer und des Bundes-ministeriums für Gesundheit und wird von der Niederösterreichischen Gebiets-krankenkasse betrieben. Seit 2008 gibt es den Kooperationsvertrag und eine Kostenbeteiligung der OÖGKK am österreichischen Rauchfreitelefon. Dieses verfügt neben der telefonischen Beratung über eine ausführliche und informative Website, und es gibt auch eine Rückrufvereinbarung per Rauchfrei-Ticket. Das Angebot ist zielgruppenorientiert und kostenlos.
     

2015 haben 3.672 Personen aus ganz Österreich das Rauchfrei-Telefon genutzt, durch die Einführung der kombinierten Bild-Text-Warnhinweise im Mai 2016 kam es seither laut den Betreibern zu einer Verdoppelung der Kontakte.

 

  • Kurzberatung zum Rauchstopp bei Ärzten: Das ist eine neu honorierte Leistung in Arztpraxen für Ärzte, die eine Schulung dazu nachweisen können. Im Jahr 2015 wurde die Beratung für die OÖGKK insgesamt 15.450 Mal erbracht.  
  • Stationäre Raucherentwöhnung: Die Zielgruppe für die stationäre Raucher-entwöhnung sind stark nikotinabhängige Personen, die bereits erfolglose Versuche unternommen haben, mit dem Rauchen aufzuhören und die bereits an tabakassoziierten Erkrankungen leiden. Die stationäre Raucherentwöhnung der OÖGKK wird in Form eines Kuraufenthaltes im Linzerheim in Bad Schallerbach angeboten und dauert drei Wochen. Im Jahr 2016 haben 4 Turnusse (12-13 Personen) stattgefunden, Insgesamt haben 40 Personen an der stationären Raucherentwöhnung teilgenommen. Von den 7 geplanten Turnussen für 2017 sind bereits die ersten vier ausgebucht.

  

Rückfragen: 

Mag. Ulrike Bauer | Tel. 05 78 07 - 10 22 12 | ulrike.Bauer@ooegkk.at

Zuletzt aktualisiert am 29. Mai 2017