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Bilanz 2016: OÖGKK baut auf beste Versorgung und gesunde Finanzen

Ein zukunftsorientierter Leistungsausbau ist nur mit soliden Finanzen gut umsetz­bar. Das ist auch der Hauptgrund, warum die OÖGKK zufrieden Bilanz zieht: Unterm Strich schreibt die OÖGKK für das vergangene Jahr einen Bilanzgewinn von rund 17,9 Millionen Euro. Das entspricht den Ausgaben von drei durchschnitt­lichen Versorgungstagen. Die Versorgung wurde dabei 2016 kräftig ausgebaut.

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„Dieses erfreuliche Finanzergebnis ist einmal mehr der Beweis: Solide Finanzen und gute Leistungen für unsere mehr als 1,2 Millionen Versicherten und ihre Angehörigen in Oberösterreich sind kein Widerspruch. Die Versicherten und Dienstgeber können uns vertrauen: Mit ihren Beiträgen wirtschaften wir sorgsam und investieren sinnvoll. Wir geben den Menschen Sicherheit – von Anfang an ein Leben lang“, so OÖGKK-Obmann Albert Maringer.   

„Ein Plus von 44,7 Millionen Euro als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei gleichzeitigem Ausbau der Leistungsstärke und einer hoher Kundenzufriedenheit – das ist ein gutes Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Wir wirtschaften nicht für die Börse, nicht für Aktionäre sondern dafür, dass unsere Versicherten gut aufgehoben sind. Vor allem dann wenn sie krank sind oder Hilfe brauchen. Das ist es was wirklich zählt“, sagt OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer.

 

Investition und Wachstum 

Das abgelaufene Finanzjahr steht für die OÖGKK für Schlagworte wie Wachstum, Kunden­zufriedenheit und Innovationen im Sinne der Versichertengemeinschaft und Beitragszahler. Der Reformkurs der Bundeszielsteuerung wurde bei der OÖGKK konse­quent umgesetzt. „Die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des oberösterreichischen Gesundheitswesens auf Basis des Zielsteuerungsvertrages ist uns dabei ein ganz großes   

Anliegen“, erklärt OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer und verweist auf Leuchtturmpro­jekte wie das neue Primärversorgungszentrum (PVZ) in Enns. Dieses hat als erstes PVZ im Vollausbau zu Beginn des heurigen Jahres seinen Betrieb aufgenommen. Als Versor­gungs-Modell der Zukunft sind rund 13 Primärversorgungseinrichtungen in Oberöster­reich bis 2020 geplant. 

Auch im Bereich der fachärztlichen und spezialisierten Versorgung entstehen neue, interdisziplinäre Angebotsformen, die den Versicherten eine besser abgestimmte Versor­gung aus einem Guss bieten sollen wie die Kinder- und Jugendkompetenzzentrum
St. Isidor und Innviertel, das neue Modell zur kinderärztlichen Versorgung in Kirchdorf und das sozialpsychiatrische Ambulanzzentrum oder das Multidisziplinäre Versorgungs­zentrum (MVZ) Essstörungen in Linz. 

„Die Selbstverwaltung gibt uns Gestaltungspielraum. Wir haben die Hoheit über die Beiträge unserer Versichertengemeinschaft und einen klaren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Diese Rolle nehmen wir sehr ernst. Denn unsere Versicherten sollen im Krankheitsfall optimal versorgt sein“, betont Obmann Albert Maringer.

 

Gesundes Finanzergebnis 

Die OÖGKK hat 2016 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von rund 18 Millionen Euro 2015 auf 44,7 Millionen Euro steigern können. „Für dieses gute Ergebnis brauchen wir keinen Sparkurs. Die Sozialversicherung und speziell wir als Oberösterreichische Gebietskrankenkasse haben solide Finanzen. Das EGT ist für uns die maßgebliche Kennzahl: Sie ist ein Spiegelbild unserer operativen Arbeit und zeigt im Wesentlichen wie es uns gelingt, den Aufwand für unsere Versicherten aus den Beitragseinnahmen abzudecken. Gesunde Finanzen für gesunde Versicherte: Das ist unser Motto“, erklärt Andrea Wesenauer.

 

2,2 Milliarden Euro an Versicherungsleistungen 

Leistungen im Wert von mehr als 2,2 Milliarden Euro erbrachte die OÖGKK im Jahr 2016 für ihre Versichertengemeinschaft. Das bedeutet eine Steigerung von 3,8 Prozent gegen­über 2015. Die größten fünf Bereiche waren:   

  1. Überweisung Krankenanstaltenfonds (rund 664 Millionen Euro)
  2. Ärztliche Behandlung inkl. Therapeuten und Krankenhausambulanzen (rund 508 Millionen Euro davon rund 102 Millionen für Krankenhausambulanzen)
  3. Medikamente (rund 411 Millionen Euro)
  4. Zahnbehandlung und Zahnersatz (rund 145 Millionen Euro)
  5. Leistungen für Mütter (rund 108 Millionen Euro)  

Hinter diesen Zahlen stehen auch konkrete Leistungen zum Angreifen: Die OÖGKK hat im Vorjahr 15,2 Millionen Arztkontakte, 13,6 Millionen Packungen Medikamente,
2,2 Millionen Spitalstage, eine Million Zahnbehandlungen, 11.988 Hörgeräte und
5.538 Rollstühle finanziert.  

Die OÖGKK stellt den Versicherten oberösterreichweit ein Ärztenetz zur Verfügung, das ständig wächst. Die Anzahl der Ärztestellen (inklusive Zahnbehandler und Radiologen) ist seit 2007 ordentlich gestiegen, und zwar von 1.851 Stellen auf 1.944 im Jahr 2017 – das entspricht einem Zuwachs von 93 Stellen. Mit Stand 1. Jänner 2017 hat die OÖGKK 665 niedergelassene Allgemeinmediziner und 437 Fachärzte. Das sind um 37 Stellen mehr als noch 2007.

 

Gesundheitsförderung weiter im Ausbau 

„Die Versicherten sollen natürlich gesund bleiben und dabei unterstützen wir sie mit einem umfangreichen Angebot. Vorsorgen ist immer besser als heilen. In Gesundheitsförderung ist jeder Euro gut investiert und spart für später jede Menge Leid und natürlich auch Geld. Das ist für die OÖGKK seit Jahren eine wichtige Strategie“, so OÖGKK-Obmann Albert Maringer.  

2016 hat die OÖGKK um 8,1 Prozent mehr für Gesundheitsförderung ausgegeben als im Jahr zuvor. Für die Früherkennung von Krankheiten mittels Vorsorgeuntersuchung wurden 17,7 Millionen gezahlt, um 20,1 Prozent mehr als 2015. Neu seit 2015 ist das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm.

     

Ausblick 2017  

Das EGT der OÖGKK wird, wie schon im Budget dargestellt, positiv bleiben, das zeigt die Finanzprognose für 2017. Allerdings könnte das Bilanzergebnis ins Minus rücken. Gründe sind etwa Zahlungen an den Ausgleichfonds sowie die Pflicht zur Bildung einer Leistungsreserve.  

„Wir werden auch 2017 weiter in den Leistungsausbau ganz im Sinne unserer Beitragszahler investieren und Innovationen positiv gegenüber stehen. Jeder einzelne Versicherte soll ein gutes Gefühl haben bei der OÖGKK versichert zu sein“,  so das Fazit von Albert Maringer und Andrea Wesenauer.

   

Rückfragen: 

Mag. Harald Schmadlbauer | Tel. 05 78 07 - 10 24 01 | harald.schmadlbauer@ooegkk.at

Zuletzt aktualisiert am 12. Mai 2017