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Zahnärzte: Wer behandelt meine Zähne?

Zahnärzte, Dentisten, Kieferorthopäden, Vertrags- und Wahlzahnärzte: ganz schön viele Begriffe für jene Spezialisten und Spezialistinnen, die für Zahnmedizin zuständig sind. Hier finden Sie einen Überblick.

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Zahnärzte & Fachärzte für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde 

Zahnärzte und -ärztinnen, die ihre Ausbildung in Österreich machen, absolvieren ein eigenes Studium der Zahnmedizin, das es seit 1998 gibt. Ältere Zahnärzte führen hingegen die Bezeichnung Fachärzte für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, weil für sie noch ein allgemeines Medizinstudium mit Facharztausbildung vorgesehen war. 

  

Vertragszahnärzte & Wahlzahnärzte 

  • Vertragszahnärzte und -ärztinnen haben eine eigene Ordination und einen Kassenvertrag. Sie zählen zu den Vertragspartnern der OÖGKK und rechnen direkt mit uns ab. Als Patient oder Patientin zahlen Sie für die Behandlung nichts bzw. nur den vorgesehenen Selbstbehalt für Kassenleistungen. Vertragszahnärzte bieten aber auch zahlreiche Privatleistungen an, z. B. festsitzenden Zahnersatz, Mundhygiene oder kosmetische Behandlungen. Diese sind von den Patienten privat zu bezahlen. 
  • Wahlzahnärzte und –ärztinnen sind Privatärzte ohne Kassenvertrag. Sie zahlen die Rechnung zunächst selbst und können diese bei der OÖGKK hinterher zur Kostenerstattung einreichen. Bitte beachten Sie: Wahlzahnärzte können ihre Honorar frei festsetzen. Sie erhalten unabhängig von der Höhe der Rechnung 80 % des Vertragspartnertarifs von der OÖGKK zurück. Ist ein Selbstbehalt vorgesehen, wird dieser berücksichtigt. Eine Kostenerstattung ist nur für Kassenleistungen möglich. Privatleistungen, z. B. Mundhygiene, kosmetische Behandlungen oder in den meisten Fällen festsitzender Zahnersatz, sind zur Gänze privat zu bezahlen.

  

Dentisten und Dentistinnen 

Bis zum Jahr 1975 konnten Zahntechniker eine Zusatzausbildung zum Dentisten machen und damit Patienten behandeln. Es gibt nur mehr wenige Dentisten in Österreich. Aus Rücksicht auf diese Berufsgruppe ist im Zusammenhang mit Zahnmedizin oft nicht von „Zahnärzten“ die Rede, sondern von „Zahnbehandlern“, weil diese Bezeichnung auch die Dentisten einschließt.

  

Kieferorthopäden und Kieferorthopädinnen 

Kieferorthopädie ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin, das sich mit Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne befasst. Zahnärzte und -ärztinnen müssen dafür eine Zusatzausbildung machen. Zahnspangen können sowohl „normale“ Zahnärzte als auch Kieferorthopäden machen. Ein Sonderfall ist die festsitzende Gratiszahnspange für Kinder und Jugendliche: Diese dürfen nur Kieferorthopäden als Leistung der OÖGKK anbieten. 

  

Fachärzte und Fachärztinnen für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie 

Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie befasst sich mit Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen von Zähnen, Mundhöhle, Kiefer und Gesicht. Fachärzte und -ärztinnen behandeln sowohl funktionelle Einschränkungen (z. B. beim Kauen, Schlucken oder Sprechen) als auch solche ästhetischer Natur. Voraussetzung für die Facharztausbildung ist ein Studium der Humanmedizin oder Zahnmedizin. Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, die einen Vertrag mit der OÖGKK haben, bieten dieselben Kassenleistungen an wie Vertragszahnärzte – und zusätzlich auch diverse Privatleistungen. 

Zuletzt aktualisiert am 24. April 2018