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Krankentransporte

Die OÖGKK übernimmt die Kosten für Krankentransporte, wenn der Patient oder die Patientin gehunfähig ist und daher kein öffentliches Verkehrsmittel benutzen kann, auch nicht mit einer Begleitperson. Die OÖGKK prüft jeden Einzelfall. Informationen für gehfähige Patienten finden Sie unter Reisekosten (Fahrtkosten).  

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Welche Arten von Krankentransporten für gehunfähige Personen gibt es? 

Krankentransporte für gehunfähige Personen können mit der Rettung, einem Taxi, dem eigenen PKW oder auf dem Luftweg (Hubschrauber) erfolgen. Die Art des Transports bestimmt der Arzt / die Ärztin. In Notfällen verständigen Sie die Rettung unter der Telefonnummer 144. 

Mehr Informationen zu Flugrettungstransporten…


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Wann bezahlt die OÖGKK einen Krankentransport für gehunfähige Personen?

 

  • Der Transport muss einer Krankenbehandlung dienen. 
  • Sie müssen gehunfähig sein: Bei der Beurteilung zählen nur medizinische Gründe. Verkehrsverbindung, familiäre Pflichten etc. spielen keine Rolle.  
  • Sie brauchen im Voraus einen Transportschein, ausgestellt von Ihrer Behandlungsstelle (z. B. Arztpraxis, Spital, Reha-Anstalt). Ein nachträglich ausgestellter Transportschein ist nicht zulässig. Fragen Sie immer vorher bei Ihrer Behandlungsstelle nach.  
  • Geben Sie den Transportschein beim Transportunternehmen ab, wenn es sich um einen Vertragspartner handelt, z. B. Rettung, Vertragstaxi.  
  • Wird ein Privat-PKW benutzt: Übermitteln Sie den Transportschein der OÖGKK (per Post, persönlich oder elektronisch). Sie erhalten eine Vergütung pro gefahrenem Kilometer in der Höhe des halben amtlichen Kilometergeldes, derzeit EUR 0,21 (Wert 2018).  
  • Für akute Erste-Hilfe-Fälle ist kein Transportschein notwendig.  
  • Anspruch auf einen Krankentransport besteht zur nächstgelegenen geeigneten Behandlungsstelle, z. B. Spital. Mehrkosten für weitere Strecken sind selbst zu bezahlen.

  

Unsere Vertragspartner wie Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Vertragstaxiunternehmen etc. wissen, wie man Krankentransporte korrekt abwickelt. 

Auch wenn die OÖGKK keine Transportkosten übernimmt, können unter bestimmten Bedingungen einen Ersatz für Reisekosten (Fahrtkosten) erhalten. Mehr Informationen…

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Wann übernimmt die OÖGKK keine Kosten für den Krankentransport?

  • Wenn Sie selbst gehfähig sind 
  • Wenn es zumutbar ist, dass Sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen 
  • Wenn Sie Ihren Wohnsitz verlegen, z. B. in ein Senioren- oder Pflegeheim 
  • Bei Fahrten zu Kur- und Erholungsaufenthalten (bei Rehabilitation ist unter bestimmten Voraussetzungen ein Krankentransport möglich).  
  • Wenn im Rahmen eines Urlaubs oder Tagesausflugs ein Heimtransport oder eine Überstellung in das Heimatkrankenhaus gewünscht, aber medizinisch nicht notwendig ist 
  • Bei Rücktransporten aus dem Ausland: Wir empfehlen Ihnen, eine private Reisekrankenversicherung abzuschließen, die solche Transporte umfasst.  
  • Für den Transport ins Tal bei Unfällen im Zusammenhang mit Freizeit und Touristik am Berg, z. B. beim Bergwandern oder Schifahren. Es ist egal, ob der Transport mit der Bergrettung oder per Hubschrauber erfolgt. Mehr Informationen…

 

Wenn die Bedingungen für eine Kostenübernahme nicht erfüllt sind, müssen Sie den Transport privat bezahlen.


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Was gilt bei Transporten von oder zu Serienbehandlungen?  

Serienbehandlungen sind mehrmals notwendige Behandlungen, wie z. B. Physiotherapie, Dialyse, Chemo- oder Strahlentherapie. Die Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die OÖGKK müssen für jede einzelne Fahrt gegeben sein. Bessert sich der Gesundheitszustand, kann die Voraussetzung für einen Krankentransport im Laufe der Behandlung wegfallen. Die Behandlungsstelle kann einen Transportschein für zehn Fahrten ausstellen, maximal jedoch für einen Monatszyklus (vom Monatsersten bis zum Monatsletzten). Auch bei Serienbehandlung müssen die Patienten gehunfähig sein.

  

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Was bedeutet „gehunfähig“? 

„Gehunfähig“ bedeutet, dass jemand aufgrund seines geistigen oder körperlichen Zustands nicht in der Lage ist, ein öffentliches Verkehrsmittel zu benutzen, auch nicht mit einer Begleitperson. Es zählen nur medizinische Gründe. Wegen einer schlechten Verkehrsverbindung gilt man nicht als gehunfähig. Hat ein gehfähiger Patient eine Sehschwäche oder eine Behandlung, z. B. an Ohr, Arm etc., bezahlt die OÖGKK keinen Krankentransport, auch nicht mit ärztlicher Verordnung. Für bestimmte Personen mit zusätzlicher Beeinträchtigung gibt es Ausnahmen, z. B. bei dauerhafter Gehbehinderung oder nach einer Narkose in einer Tagesklinik. Es wird trotzdem jeder Einzelfall geprüft.

  

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Unter welchen Bedingungen erhalten gehfähige Patienten einen Teil ihrer Reisekosten (Fahrtkosten) ersetzt? 

Mehr Informationen unter: Ersatz für Reisekosten (Fahrtkosten)…

Zuletzt aktualisiert am 02. Januar 2018