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Freizeitunfälle am Berg

Eine Bergung bei Freizeitunfällen im alpinen Gelände wird in der Regel nicht bezahlt. Hier können Versicherten hohe Kosten durch einen Bergrettungseinsatz oder Flugrettungstransport entstehen. Die OÖGKK empfiehlt Versicherten, im Voraus zu prüfen, ob sie einen Unfallversicherungsschutz haben - etwa durch eine Kreditkarte oder Vereinsmitgliedschaft.

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Was gilt als Freizeitunfall am Berg?

Bei Unfällen „in Ausübung von Sport und Touristik am Berg“ wird eine Bergung in der Regel nicht bezahlt. Darunter versteht man den Transport ins Tal bzw. an einen Ort, von dem aus man leicht ins Tal kommt, etwa eine Seilbahnstation. Es spielt keine Rolle, ob die Bergung per Hubschrauber erfolgt oder durch ein Bergrettungsteam, das zu Fuß unterwegs ist. Sie haben auf jeden Fall mit Einsatzkosten zu rechnen.

  

 Teilweiser Kostenersatz für Flugrettungseinsätze unter bestimmten Bedingungen 

Unter bestimmten Bedingungen gewährt die OÖGKK einen Pauschalbeitrag zu einem Flugrettungstransport (z. B. per Hubschrauber), nämlich:

  • wenn die Verletzungen so schwer sind, dass ein Flugrettungstransport auch im Tal notwendig wäre
  • wenn es sich um eine akute Erkrankung (internistischer Notfall) handelt, z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall etc.

Voraussetzung für den Pauschalbeitrag ist ein bestimmter Grad der Verletzung bzw. Erkrankung. Bei einer akuten Erkrankung wird zudem die genaue Ursache geprüft. Oft stellt sich bei der Prüfung des Einzelfalls erst hinterher heraus, ob die Bedingungen für den Pauschalbetrag erfüllt sind. Trotz des Pauschalbetrags können Ihnen immer noch Kosten von mehreren tausend Euro durch den Flugrettungseinsatz entstehen.

  

 Sorgen Sie selbst für Unfallversicherungsschutz! 

Verlassen Sie sich generell nicht darauf, dass bei einem Rettungstransport im Gebirge die Kosten bezahlt werden! Kümmern Sie sich im Vorfeld selbst um Ihren Unfallversicherungsschutz. Wichtig ist, das Kleingedruckte zu lesen, um sicherzustellen, dass ein Transport ins Tal bzw. ins Krankenhaus im Notfall bezahlt wird. Auch über die Kreditkarte oder die Mitgliedschaft bei gewissen Organisationen (Naturfreunde, Alpenverein, Autofahrerclubs wie ARBÖ und ÖAMTC) kann man einen Unfallversicherungsschutz erwerben.

 

Zuletzt aktualisiert am 24. April 2018