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Krankengeld

Wer einen Job hat und wegen einer Krankheit nicht arbeiten kann, kann von der OÖGKK Krankengeld erhalten. Dieses soll den Verlust des Einkommens teilweise ausgleichen. Voraussetzung ist ein ärztlich bestätigter Krankenstand.  

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Wer hat Anspruch auf Krankengeld? 

  • Erwerbstätige Personen mit einer Pflichtversicherung nach dem ASVG: Das ist in Österreich der Großteil der Menschen, die einen bezahlten Job haben und von ihrem Dienstgeber ordnungsgemäß angemeldet wurden. 
  • Personen, die Leistungen des linkArbeitsmarktservice beziehen. 
  • Geringfügig Beschäftigte, die freiwillig eine Selbstversicherung abgeschlossen haben. Mehr Informationen…

  

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Was muss ich tun, damit ich Krankengeld bekomme? 

  • Sie müssen als Dienstnehmer bzw. Dienstnehmerin der OÖGKK den Krankenstand melden. In den meisten Fällen übernimmt das der behandelnde Arzt bzw. die Ärztin.
  • Melden Sie den Krankenstand sofort Ihrem Dienstgeber. Die OÖGKK berechnet das Krankengeld und dazu brauchen wir eine Arbeits- und Entgeltbestätigung Ihres Dienstgebers.
  • Die OÖGKK zahlt das Krankengeld automatisch aus, sobald ein Anspruch besteht.
  • Es reicht nicht, den Krankenstand ein einziges Mal zu melden. Längere Krankenstände müssen in regelmäßigen Abständen vom behandelnden Arzt bestätigt werden. Die OÖGKK schickt Ihnen deswegen ein eigenes Schreiben („Auszahlungsbestätigung“ für den Krankenstand). Legen Sie das Schreiben Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ihrer Ärztin vor und übermitteln Sie es anschließend der OÖGKK.

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Ab wann bekomme ich Krankengeld und wie lange? 

Krankengeld gebührt in der Regel ab dem 4. Tag des Krankenstands. Das Krankengeld wird für die Dauer des Krankenstands gewährt, allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum.  

Die Anspruchsdauer beträgt für einen durchgehenden Krankenstand wegen ein und derselben Krankheit:

  • maximal 26 Wochen
  • maximal 52 Wochen, wenn eine bestimmte Vorversicherungszeit vorliegt.

Solange Ihr Dienstgeber Ihnen mehr als die Hälfte Ihres Einkommens (Entgelt) weiterbezahlt, erhalten Sie kein Krankengeld.


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Ich hatte mehrere einzelne Krankenstände. Wirkt sich das auf die Dauer des Krankengeldanspruchs aus? 

Wenn Ihre Krankenstände innerhalb gewisser Zeitabstände durch ein und dieselbe Krankheit verursacht wurden spricht man von einer Fortsetzungserkrankung. In diesem Fall werden mehrere Krankenstände zusammengerechnet. Die Höchstdauer des Krankengeldanspruchs ist dadurch früher erreicht.


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Wie hoch ist das Krankengeld?

  • Das Krankengeld beträgt in der Regel 50 % Ihres relevanten Bruttoeinkommens (Bemessungsgrundlage), ab dem 43. Tag sind es 60 % - und zwar jeweils auf einen einzelnen Tag heruntergerechnet. 
    Sonderzahlungen (z. B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) werden mit einem pauschalen Zuschlag berücksichtigt. Unter bestimmten Bedingungen gewährt die OÖGKK Zuschläge für Familienangehörige. Vom Krankengeld wird automatisch die Lohnsteuer abgezogen.
  • Der Dienstgeber muss trotz Anspruch auf Krankengeld seinen Mitarbeitern das Einkommen (Entgelt) eine bestimmte Zeit weiterbezahlen. Solange er weniger als die Hälfte des Entgelts weiterbezahlt, wirkt sich das auf das Krankengeld nicht aus. Ist das Entgelt höher, fällt das Krankengeld teilweise oder ganz weg. Mehr Informationen…
  • Geringfügig Beschäftigte, die eine Selbstversicherung abgeschlossen haben, erhalten als Krankengeld einen Fixbetrag von täglich EUR 5,24 (Wert 2018).
  • Bezieher und Bezieherinnen von AMS Leistungen erhalten das Krankengeld in der Höhe ihres letzten Bezugs beim Arbeitsmarktservice (AMS).


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Mein Krankengeldanspruch läuft aus. Wie geht es weiter?

Das hängt von den Umständen ab. Es gibt drei Möglichkeiten: 

  1. Sie sind weiterhin nicht arbeitsfähig. Dann bekommen Sie kein Krankengeld mehr – auch dann nicht, wenn Sie eine zusätzliche, andere Krankheitsdiagnose erhalten.  
  2. Sie sind wieder arbeitsfähig und werden erneut krank, allerdings handelt es sich um eine andere, neue Diagnose (z. B. zuerst Krebserkrankung, dann Grippe). Dann haben Sie für die neue Krankheit wieder einen vollen Anspruch auf Krankengeld. 
  3. Sie sind wieder arbeitsfähig und werden erneut krank. Es handelt sich um dieselbe Krankheitsdiagnose, mit der Sie zuvor Ihren Krankengeldanspruch ausgeschöpft haben (z. B. bei einem Rückfall). Jetzt müssen Sie wieder einen Anspruch durch neue Versicherungszeiten erwerben, und zwar: 
    • mindestens 13 Wochen Krankenversicherung, die einen Anspruch auf Krankengeld mit sich bringt, z. B. durch Erwerbstätigkeit mit Pflichtversicherung (Sie gehen also wieder arbeiten), oder
    • mindestens 52 Wochen einer sonstigen gesetzlichen Krankenversicherung (z. B. Mitversicherung als Angehöriger, Krankenversicherung als Pensionist). 

 

Personen, deren Antrag auf Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension abgelehnt wurde, können unter bestimmten Bedingungen Sonderkrankengeld erhalten. Mehr Informationen…  

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In welchen Fällen wird das Krankengeld nicht ausbezahlt bzw. gestrichen? 

Es gibt ein paar Gründe, warum das Krankengeld nicht ausbezahlt wird. In manchen Fällen ist die versicherte Person selbst dafür verantwortlich (Raufhandel, Alkohol, Einladung zum Chefarzt nicht wahrgenommen etc.). In anderen Fällen liegt es an bestimmten Umständen, z. B. wenn der Dienstgeber das Entgelt weiterbezahlt oder beim Bezug bestimmter Geldleistungen. Mehr Informationen…

Zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2017