DRUCKEN

Kinderbetreuungsgeld: Zuverdienstgrenze

Während des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld können Sie dazuverdienen. Dabei sind aber Zuverdienstgrenzen einzuhalten. Werden diese Grenzen überschritten, sind Rückforderungen möglich.

Zuverdienstgrenze.jpg

Zuverdienstgrenze beim Kindergeldkonto 

Beim Kindergeldkonto gibt es zwei mögliche Zuverdienstgrenzen, wobei immer die im Einzelfall höhere gilt:  

 

  • Fixe Zuverdienstgrenze von EUR 16.200,00 im Kalenderjahr. Daraus ergibt sich ein monatlicher Richtwert von EUR 1.049,00 Lohnsteuerbemessungsgrundlage als Zuverdienst. Die Lohnsteuerbemessungsgrundlage ist auf Ihrem Lohn- bzw. Gehaltszettel ersichtlich.  
  • Individuelle Zuverdienstgrenze: Diese wird auf Basis Ihres individuellen Einkommens im Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes berechnet. Haben Sie in diesem Jahr bereits Kinderbetreuungsgeld für ein älteres Kind bezogen, wird maximal bis zu drittvorangegangen Jahr zurückgerechnet.  
  • Bei den Zuverdienstgrenzen zählt nur das Erwerbseinkommen jener Person, die das Kinderbetreuungsgeld bezieht. Einkünfte z. B. aus Vermietung, Vermögen etc. zählen nicht zum Zuverdienst. Auch das Einkommen des Partners bzw. der Partnerin spielt keine Rolle.  
  • Mit dem linkOnline-Rechner des Familienministeriums können Sie Ihre Zuverdienstmöglichkeiten ausrechnen. 
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Zuverdienstgrenze überschreiten, kontaktieren Sie rechtzeitig die OÖGKK und zwar vor Aufnahme der Beschäftigung.

  

Zuverdienstgrenze beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld 

  • Sie dürfen pro Kalenderjahr maximal EUR 6.800,00 dazuverdienen. Daraus ergibt sich ein monatlicher Richtwert von EUR 438,05 (das entspricht der Geringfügigkeitsgrenze, Wert 2018). 
  • Bei den Zuverdienstgrenzen zählt nur das Erwerbseinkommen jener Person, die das Kinderbetreuungsgeld bezieht. Einkünfte z. B. aus Vermietung, Vermögen etc. zählen nicht zum Zuverdienst. Auch das Einkommen des Partners bzw. der Partnerin spielt keine Rolle.  
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Zuverdienstgrenze überschreiten, kontaktieren Sie rechtzeitig die OÖGKK, und zwar vor Aufnahme der Beschäftigung.

  

Zuverdienstgrenze bei der Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld 

  • Sie dürfen pro Kalenderjahr. maximal EUR 6.800,00 dazu verdienen. Daraus ergibt sich ein monatlicher Richtwert von EUR 438,05 (das entspricht der Geringfügigkeitsgrenze, Wert 2018). 
  • Wenn Sie in Ehe oder Lebensgemeinschaft leben, darf Ihr Partner bzw. Ihre Partnerin nicht mehr als EUR 16.200,00 pro Jahr verdienen. Daraus ergibt sich ein monatlicher Richtwert von EUR 1.049,00 Lohnsteuerbemessungsgrundlage als Zuverdienst. Die Lohnsteuerbemessungsgrundlage ist auf Ihrem Lohn- bzw. Gehaltszettel ersichtlich.  
  • Wenn Sie alleinstehend sind, gilt die Zuverdienstgrenze von EUR 6.800,00.  
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Zuverdienstgrenze überschreiten, kontaktieren Sie rechtzeitig die OÖGKK und zwar vor Aufnahme der Beschäftigung.

  

Rückforderung, wenn die Zuverdienstgrenze nicht eingehalten wird.  

Halten Sie die Zuverdienstgrenze nicht ein, müssen Sie das Kinderbetreuungsgeld für das ganze Kalenderjahr zurückzahlen, und zwar im Ausmaß des Überschreitungsbetrags. Sie erhalten von der OÖGKK eine Rückforderung zugeschickt. Die Prüfung erfolgt vier bis fünf Jahre nach dem Bezug. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Zuverdienstgrenze überschreiten, kontaktieren Sie rechtzeitig die OÖGKK und zwar vor Aufnahme der Beschäftigung.

Mit dem linkOnline-Rechner des Familienministeriums können Sie Ihre Zuverdienstmöglichkeiten ausrechnen.

  

Zuverdienstgrenze einhalten durch Verzicht auf Kinderbetreuungsgeld  

Wenn Sie nur einen bestimmten Zeitraum arbeiten gehen (z. B. Urlaubsvertretung in der alten Firma) und Sie die Zuverdienstgrenze nicht einhalten können, besteht die Möglichkeit, für diesen Zeitraum auf das Kinderbetreuungsgeld im Voraus zu verzichten (für ganze Kalendermonate). Das Einkommen in den Verzichtsmonaten wird beim Zuverdienst nicht berücksichtigt. Sie vermeiden dadurch ein Überschreiten der Zuverdienstgrenze. Für den Verzicht schicken Sie der OÖGKK entweder das entsprechende linkFormular (263.8 KB) oder Sie verzichten online über linkmeineSV (Handysignatur notwendig). Bitte beachten Sie: Vor und nach dem Verzicht müssen Sie das Kinderbetreuungsgeld mindestens 61 Tage am Stück beziehen.

 

Ein Verzicht ist auch bei der Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld möglich.

Zuletzt aktualisiert am 24. April 2018