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Wochengeld

Wochengeld erhalten Frauen, die vor der Geburt ihres Kindes ein Einkommen hatten, z. B. durch Erwerbstätigkeit, AMS-Leistungen oder Kinderbetreuungsgeld. Das Wochengeld ersetzt das weggefallene Einkommen während des Beschäftigungsverbots im Mutterschutz

Themenbild Wochengeld

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Wer hat Anspruch auf Wochengeld?

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Ab wann erhalte ich das Wochengeld und wie lange?

  • Sie erhalten das Wochengeld ab acht Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin, am Tag der Geburt und bis acht Wochen nach der Geburt.
  • Hat der Amtsarzt oder das Arbeitsinspektorat bei Ihnen ein individuelles Beschäftigungsverbot ausgesprochen („Frühkarenz“), haben Sie ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf Wochengeld. 
  • Bei Kaiserschnitt bzw. bei Zwillingen (Mehrlingen) verlängert sich das Wochengeld nach der Geburt auf zwölf Wochen. Bitte schicken Sie nach der Geburt eine ärztliche Bestätigung an die OÖGKK.
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Wie hoch ist das Wochengeld und wann wird es ausbezahlt?

  • Das Wochengeld soll den wegfallenden Arbeitsverdienst ersetzen. Grundlage für die Berechnung ist das Nettoeinkommen, das die Mutter in den drei Kalendermonaten vor Beginn des Wochengeldbezugs hatte. Sonderzahlungen (z. B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) werden anteilsmäßig berücksichtigt.  
  • Haben Sie vorher Kinderbetreuungsgeld bezogen, erhalten Sie das Wochengeld in der Höhe des bisherigen Kinderbetreuungsgelds. 
  • Haben Sie vorher Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezogen, erhalten Sie den bisherigen Betrag plus einen Zuschlag von 80 %.
  • Das Wochengeld wird alle vier Wochen im Nachhinein ausbezahlt. 
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Was muss ich tun, damit ich zu meinem Wochengeld komme?

Bitte schicken Sie folgende Unterlagen zu Beginn des Mutterschutzes an die OÖGKK:

  • Ärztliche Bestätigung des voraussichtlichen Geburtstermins.
  • Gilt bei Ihnen ein individuelles Beschäftigungsverbot („Frühkarenz“) schicken Sie uns das ärztliche Zeugnis des Amtsarztes oder Arbeitsinspektorats.

Alle Unterlagen kann auch Ihr Dienstgeber an die OÖGKK schicken, klären Sie das mit Ihrem Dienstgeber ab.

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Kann ich Wochengeld und Kinderbetreuungsgeld gleichzeitig beziehen?

  • Wenn Sie Wochengeld beziehen, ruht das Kinderbetreuungsgeld in der Höhe des Wochengeldes. Die beiden Beträge werden nicht zusammengerechnet. Durch das Wochengeld verkürzt sich damit die Bezugsdauer des Kinderbetreuungsgeldes. Die Zeit des Ruhens wird nicht „hinten drangehängt“.
  • Ist das Wochengeld niedriger als das Kinderbetreuungsgeld, erhalten Sie die Differenz ausbezahlt. 
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Mein Baby kam nicht „pünktlich“ zum Geburtstermin. Was bedeutet das für das Wochengeld?

  • Kommt das Kind vor dem errechneten Termin zur Welt, wird das „versäumte“ Wochengeld nach der Geburt „drangehängt“ (maximal im Ausmaß von 16 Wochen).
  • Kommt das Kind nach dem errechneten Termin zur Welt, verkürzt sich Ihr Wochengeldanspruch nach der Geburt nicht. Sie bekommen also die Verspätungszeit „geschenkt“.

 

Zuletzt aktualisiert am 06. April 2017