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Rehageld

Rehabilitationsgeld (Rehageld) können Personen mit Geburtsdatum ab 1.1.1964 erhalten, die vorübergehend berufsunfähig sind. Diese Geldleistung soll die Betroffenen unterstützen, wieder arbeitsfähig zu werden. Die OÖGKK zahlt das Rehageld an ihre Versicherten aus und übernimmt auch die Betreuung.

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Wer hat Anspruch auf Rehageld? 

Anspruch auf Rehageld haben Sie unter folgenden Bedingungen: 

  • Sie haben ein Geburtsdatum ab 1.1.1964.
  • Eine berufliche Reha (z. B. Umschulung) ist in Ihrem Fall nicht sinnvoll oder zumutbar.
  • Sie sind voraussichtlich mindestens sechs Monate berufsunfähig (Angestellte) oder invalid (Arbeiter).

 

Für Personen, die vor dem 1.1.1964 geboren sind, gelten noch die alten Bestimmungen zur Berufsunfähigkeitspension (Angestellte) bzw. Invaliditätspension (Arbeiter). Zuständig dafür ist der Pensionsversicherungsträger, z. B. die PVA. linkMehr Informationen…

  

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Wer trifft die Entscheidungen rund ums Rehageld? 

  • Über Ihre Berufsunfähigkeit (bei Angestellten) bzw. Invalidität (bei Arbeitern) entscheidet der Pensionsversicherungsträger, z. B. die PVA. linkMehr Informationen…
  • Für die Auszahlung des Rehagelds und Ihre persönliche Betreuung ist die OÖGKK zuständig, wenn Sie bei uns versichert sind.



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Persönliche Betreuung bei der OÖGKK  

Wenn Sie Rehageld beziehen, haben Sie bei der OÖGKK einen Betreuer bzw. eine Betreuerin. Wir laden Sie zu persönlichen Gesprächen ein, besprechen die medizinischen Maßnahmen für Ihre Rehabilitation und erstellen einen Versorgungsplan. Ziel ist, dass Sie wieder arbeitsfähig werden. Sie sind verpflichtet, an Ihrer medizinischen Reha aktiv mitzuarbeiten und die Termine bei uns wahrzunehmen. Wenn Sie Vereinbarungen nicht einhalten, kann das Rehageld gekürzt oder ganz gestrichen werden.

  

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Wie lange erhalte ich das Rehageld? 

Sie erhalten das Rehageld unbefristet, bis Ihr Pensionsversicherungsträger entscheidet, dass 

  • bei Ihnen keine Berufsunfähigkeit (Angestellte) oder Invalidität (Arbeiter) mehr vorliegt bzw. nun eine berufliche Reha, z. B. Umschulung, folgen kann oder dass
  • eine dauernde Berufsunfähigkeit oder Invalidität vorliegt. In diesem Fall ist ein Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitspension bzw. Invaliditätspension zu prüfen. Zuständig dafür ist ebenfalls Ihr Pensionsversicherungsträger, z. B. die PVA. linkMehr Informationen…


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Wie hoch ist das Rehageld? 

  • Das Rehageld ist so hoch wie das Krankengeld, auf das Sie bei Ihrer letzten Erwerbstätigkeit Anspruch gehabt hätten. Es beträgt also in der Regel 50 % Ihres relevanten Bruttoeinkommens (Bemessungsgrundlage), ab dem 43. Tag sind es 60 % - und zwar jeweils auf einen einzelnen Tag heruntergerechnet. 
  • Im Gegensatz zum Krankengeld gibt es beim Rehageld einen Mindestbetrag, der sich nach dem Einzelrichtsatz für die Ausgleichszulage richtet, derzeit täglich EUR 30,31 (Wert 2018). 
  • Vom Rehageld wird automatisch die Lohnsteuer abgezogen.

  

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Was gilt, wenn ich neben dem Rehageld ein Einkommen habe? 

  • Wenn Sie durch ein Dienstverhältnis oder eine selbständige Tätigkeit (zB als Landwirt, Gewerbetreibender, …) ein Erwerbseinkommen über der Geringfügigkeitsgrenze haben, wird das Rehageld anteilsmäßig gekürzt, und Sie erhalten Teilrehabilitationsgeld. Bitte nehmen Sie umgehend Kontakt mit Ihrem Case Manager bei der OÖGKK auf. Diese Information ist wichtig für die Berechnung des Rehageldes.
  • Wenn Sie dazuverdienen, kann das Finanzamt eine linkArbeitnehmerveranlagung veranlassen. In manchen Fällen kann es bei diesem Steuerausgleich zu einer Steuernachzahlung für Sie kommen. Der Grund liegt in der Pauschalbesteuerung des Rehagelds bei der Lohnsteuer. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Finanzamt.  

Zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2017