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e-card: Schlüssel zum Gesundheitssystem

Eine e-card erhalten fast alle Personen, die in Österreich gesetzlich krankenversichert sind. Die e-card ist der Schlüssel zu medizinischen Leistungen und zur Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA). Sie ermöglicht außerdem, zahlreiche Verwaltungsabläufe im Gesundheitswesen elektronisch zu erledigen. Das erspart Telefonate und Papierkram. 

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Mit der e-card können Sie bei Vertragspartnern bzw. in Vertragseinrichtungen Gesundheitsleistungen auf Rechnung Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung erhalten. Dazu gehört z. B. Krankenbehandlung beim Vertragsarzt (Kassenarzt) oder in den meisten Krankenhäusern. Das sollten Sie noch über die e-card wissen:

 

  • Mitversicherte Angehörige erhalten eine eigene e-card. Auch neugeborenen Babys wird über ihre Eltern eine persönliche e-card zugeschickt.  
  • Die e-card ersetzt keine ärztliche Überweisung.  
  • Die e-card ist gleichzeitig Ihre Europäische Krankenversicherungskarte, mit der Sie auf Reisen im europäischen Ausland Zugang zum Gesundheitssystem vor Ort haben.  
  • Für die e-card ist von den Versicherten einmal jährlich im Voraus ein e-card-Entgelt zu bezahlen, derzeit EUR 11,35 (Wert 2018). Ausgenommen davon sind unter anderem mitversicherte Angehörige und von der Rezeptgebühr befreite Personen.  
  • Wenn Sie den Arbeitgeber wechseln oder sich Ihr Versicherungsstatus ändert, bleibt Ihre e-card weiter gültig.  
  • Wenn Ihre e-card ausgetauscht wird, bitte die alte e-card zerschneiden und im Restmüll entsorgen.

 

Was tun bei Verlust oder Diebstahl? 

Melden Sie den Verlust oder Diebstahl Ihrer e-card so rasch wie möglich bei der OÖGKK unter 05 7807 - 0 oder unter der „e-card-Serviceline“ 050 124 3311. Die alte e-card wird gesperrt und eine neue innerhalb weniger Tage zugestellt. Eine Diebstahlanzeige ist nicht notwendig. Ein Arztbesuch ist auch ohne e-card möglich, oft wird aber eine Kaution verlangt, bis Sie Ihre e-card nachgereicht haben.

  

Was läuft  über die e-card und welche Daten sind gespeichert? 

Auf der e-card gespeichert sind Name, Geschlecht, Sozialversicherungsnummer und Geburtsdatum der versicherten Person, jedoch keine persönlichen medizinischen Daten. Bestimmte Daten können durch das Stecken der e-card abgerufen werden, sind aber nicht direkt darauf gespeichert. Dadurch ist die e-card der Schlüssel zu zahlreichen Informationen, die in der Gesundheitsverwaltung wichtig sind und die man früher mühsam per Telefon oder Post zusammentragen musste. Beispiele sind die elektronische Gesundheitsakte (ELGA), die Abfrage von Versichertendaten, die automatische Anzeige der  Rezeptgebührenbefreiung und Rezeptgebührenobergrenze, die elektronische Bewilligung von Arzneimitteln oder die elektronische Meldung eines Krankenstands. Die elektronischen Anwendungen, die über die e-card laufen, werden ständig verbessert und erweitert. 

Zuletzt aktualisiert am 10. März 2017