DRUCKEN

Wahlarzt: Privatarzt ohne Kassenvertrag

Wahlärzte und Wahlärztinnen haben keinen Vertrag mit der OÖGKK. Sie zahlen als Patient oder Patientin die Behandlung zunächst selbst. Hinterher können Sie einen Antrag auf Kostenerstattung stellen und sich so einen Teil der Kosten zurückholen. Schreibt Sie der Wahlarzt krank, melden Sie bitte den Krankenstand sofort der OÖGKK. 

Wahlarzt_wahltherapeut_93867223.jpg

Wahlärzte und Wahlärztinnen haben eine eigene Ordination oder arbeiten in einer Praxisgemeinschaft. Manche Wahlärzte arbeiten zusätzlich auch im Krankenhaus. Bei Wahlärzten gibt es Allgemeinmediziner, Fachärzte (z. B. Neurologen, Orthopäden etc.) oder Zahnärzte. Wahlärzte haben keinen Kassenvertrag, das bedeutet: Der Wahlarzt verrechnet die Leistungen nicht direkt mit der Krankenversicherung wie ein Vertragsarzt, sondern stellt dem Patienten eine Honorarnote (Rechnung) aus. Als Patient zahlen Sie die Behandlung also selbst. Eine e-card müssen Sie beim Wahlarzt nicht vorweisen.

 

Krankschreibung durch den Wahlarzt der OÖGKK 

Folgendes gilt für berufstätige Personen (Dienstnehmer) und Bezieher von linkLeistungen des Arbeitsmarktservice (AMS): Wenn Ihr Wahlarzt Sie krankschreibt, melden Sie den Krankenstand samt schriftlicher Bestätigung durch den Arzt bitte sofort bei einer Kundenservicestelle der OÖGKK – per Post, E-Mail, Fax oder durch persönliches Erscheinen. Das ist unbedingt notwendig für die offizielle Anerkennung Ihres Krankenstands oder einen eventuellen Anspruch auf Krankengeld. Außerdem müssen Sie Ihren Dienstgeber bzw. das AMS über den Krankenstand informieren.

  

Wahlarzthonorare und Kostenerstattung 

Ihre Krankenversicherung übernimmt im Rahmen der Kostenerstattung einen Teil Ihrer Kosten beim Wahlarzt. Bezahlt werden in der Regel 80 % jenes Betrags, den die Krankenversicherung beim Vertragsarzt für Ihre Behandlung hätte zahlen müssen. Ein Wahlarzt kann sein Honorar frei festlegen. Die Differenz zwischen Wahlarzt-Honorar und Kostenerstattung, die Sie als Patient privat zu zahlen haben, kann daher unterschiedlich hoch ausfallen. Mehr Informationen zur Kostenerstattung für Wahlarzt-Honorare

  

Keine Kosten bei Vorsorgeuntersuchungen und Mutter-Kind-Pass

Manche Wahlärzte haben mit der gesetzlichen Krankenversicherung einen Vertrag für Vorsorgeuntersuchungen („Gesundenuntersuchung“) abgeschlossen. Umgangssprachlich nennt man ihn „VU-Vertrag“. Der Wahlarzt verrechnet die Kosten direkt mit Ihrer Krankenversicherung, Sie müssen vor Ort nichts bezahlen. Untersuchungen im Rahmen des „Mutter-Kind-Passes“ zahlen Sie beim Wahlarzt selbst, Sie erhalten aber über die Kostenerstattung den vollen Betrag zurück. 

Zuletzt aktualisiert am 19. Mai 2017