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Kindergesundheit: Zarte Erfolge, keine Lorbeeren zum Ausruhen

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Die OÖGKK freut sich über die aktuelle WHO-Kindergesundheitsstudie. Immerhin geht der Alkohol- und Tabakkonsum bei Jugendlichen in Österreich stark zurück. Übergewicht bleibt aber unverändert ein großes Risiko für Teenager. Die OÖGKK will daher mit ihren Programmen und Forderungen nicht  locker lassen.   

 

Seit Jahren arbeitet die OÖGKK daran, Gesundheitsthemen kindgerecht zu vermitteln. Zahlreiche Programme wie „Gesundheit leben – Gesundheit lernen“, „Der kleine Mugg“ oder „Kim Kilo“ belegen diesen Einsatz. Über 100 „Gesunde Schulen“ arbeiten eng mit der OÖGKK zusammen und integrieren Gesundheitswissen professionell in den Unter­richt. OÖGKK-Obmann Albert Maringer: „Ich danke allen Pädagoginnen und Pädagogen für ihren immensen Einsatz. Die WHO-Kindergesundheitsstudie zeigt, dass sich unsere Mission lohnt. Das sollte uns motivieren, nicht locker zu lassen.“

 

Schäden durch flüssige Zucker-Bomben  

Große Sorge bereitet der OÖGKK das häufige Übergewicht der Schüler im Land. Während der Bewegungsmangel als Ursache offen diskutiert wird, werden die Gefahren in Lebensmitteln oft ausgeblendet. Erst im Februar hat die OÖGKK auf die Gesundheits­risiken von extrem zuckerhaltigen Getränken hingewiesen – insbesondere in den Getränkeautomaten an Schulen. Gemeinsam mit dem Landesschulrat für Oberösterreich will man bei dem Thema nicht locker lassen. Nach dem Prinzip „aufklären statt verbannen“ soll ein breites Bewusstsein dafür entstehen, dass flüssige Zucker-Bomben unseren Kindern dauerhaft Schäden zufügen. Dann hätte sich jede Verbotsdebatte ohnehin erledigt.

 

Neue Kooperation mit Pädagogischer Hochschule OÖ

Völlig neue Wege zur Kindergesundheit erschließt die OÖGKK durch eine einzigartige Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule OÖ (PH-OÖ). Zum Ziel erklärt OÖGKK-Direktorin Mag. Dr. Andrea Wesenauer: „Wir verbinden das hohe Gesundheitswissen der OÖGKK mit der exzellenten pädagogischen Ausbildung der PH-OÖ. Gemeinsam erschließen wir neue Wege, um die Gesundheitskompetenz im Unterricht zu integrieren. Österreichweit sind wir damit die ersten, die diesen innovativen Weg beschreiten.“

PH-OÖ-Vizerektor Josef Oberneder, MAS, MSc., MBA: „Die PH-OÖ ist Österreichs größte pädagogische Hochschule. Unser Fortbildungsprogramm erreicht 22.000 aktive Lehrer aller Schulstufen in Oberösterreich. Überdies bieten wir viele bundesweite Seminare in der Lehrerbildung an. Durch die Kooperation mit der OÖGKK integrieren wir Themen wie allgemeine Gesundheitsförderung, Ernährung und psychische Gesundheit aktiv in unser Seminarangebot – und damit letztlich auch in den Unterricht.“

Eine Erweiterung des Ausbildungsangebotes ist bereits angedacht.

 

Zuletzt aktualisiert am 17. März 2016