DRUCKEN

Bilanz: OÖGKK sicherte positives Ergebnis und baute Versorgung aus

MMDB84642_72_GKK_01PC_0.jpg

Die aktuelle OÖGKK-Bilanzprognose für 2015 zeigt ein Plus von rund 13,3 Millionen Euro als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT). Verpflichtende Zahlungen an den Ausgleichsfonds und Rücklagenbildungen drücken das Gesamtergebnis ins Minus (– 19,1 Mio. Euro). Gemessen an den Gesamtausgaben von 2,2 Mrd. Euro entspricht das + 0,6 Prozent (EGT) bzw.  ­– 0,8 Prozent (Gesamtergebnis). Für das Budget 2016 geht die OÖGKK von einem leichten Aufwärtstrend aus (EGT von + 16,8 Mio., Gesamtergebnis von – 9,9 Mio. Euro). Der Ausbau der Versorgung und neue Leistungen sind in diese Prognose bereits eingerechnet.

 

„Gerade in schwierigen Situationen wollen wir unserer Versichertengemeinschaft ein verlässlicher Partner sein, Sicherheit geben, leistungsfähig bleiben“, betont OÖGKK-Obmann Albert Maringer. Diesen Anspruch verteidigt die OÖGKK mit einem respektablen EGT. Das EGT spiegelt die eigene Leistung der OÖGKK und ist damit die wesentliche Kennzahl.

 

Ausbau von Leistungen

Angesichts kritischer Konjunkturdaten hat die OÖGKK einen besonders schwierigen Spagat zu meistern, wie Direktorin Mag. Dr. Andrea Wesenauer erklärt: „Trotz gedämpfter Beitragseinnahmen müssen wir eine finanziell starke soziale Krankenversicherung bleiben, um die Versorgung unserer 1,2 Millionen Versicherten zu garantieren. Gleichzeitig darf nicht bei der Weiterentwicklung neuer Versorgungsformen und Gesundheitsleistungen gespart werden.“ Ein Beispiel dafür ist der Ausbau neuer Primärversorgungsmodelle. Hier starten in Oberösterreich bereits Pilotprojekte. Zudem hat die OÖGKK weiter in den Ausbau der psychischen Gesundheitsleistungen investiert oder etwa neuartige Betreuungsmodelle im Hospizbereich mit auf Schiene gebracht.  

 

Gesamtbilanz 2015 bringt „schwarze Null“

Auch wenn das eigene operative Ergebnis im Plus liegt (13,3 Mio. Euro EGT): Die OÖGKK ist verpflichtet, Zahlungen an den Ausgleichsfonds der Krankenkassen zu leisten. Der Saldo zwischen Einzahlungen und Rückflüssen ergibt eine Nettobelastung von 21,8 Mio. Euro. Zudem muss die OÖGKK per Gesetz zwingend Rücklagen bilden, was ebenfalls die Bilanz belastet – obwohl dieses Geld nicht „verloren“ ist. Maringer: „Die erwarteten 19,1 Millionen Euro Verlust kommen auch deshalb zustande, weil wir rund 10,6 Millionen für die OÖGKK- Versichertengemeinschaft beiseitelegen müssen. Solche Rücklagen sind in konjunkturell schwierigen Zeiten auch mehr als sinnvoll. Wer weiß, wie lange die Beschäftigungslage angespannt bleibt und wie sich die Beiträge weiter entwickeln? Betrachtet man die Rücklagen nicht als verloren, so halbiert sich der Bilanzverlust der OÖGKK, und wir haben 2015 effektiv eine schwarze Null erwirtschaften können.“ Die Endergebnisse für 2015 werden Mitte Mai vorliegen.     

 

Zuletzt aktualisiert am 15. Februar 2016