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OÖGKK und ÄKOÖ laden Ärzte zum Dialog

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Moderne Primärversorgungszentren und -netzwerke sollen langfristig auch in Österreich kommen. Ziel: Eine hochwertige, zukunftsfähige medizinische Versorgung sichern. Die dazu geplante Ergänzung eines Gesundheitsteams „rund um den  Hausarzt“ bringt viele Vorteile – aber auch offene Fragen: Daher laden die OÖGKK und die Ärztekammer für OÖ am 26. Jänner 2016 interessierte Ärzte zum Runden Tisch.

 

Neue Primärversorgungsmodelle machen seit Monaten Schlagzeilen. Da ist einerseits die Freude über bessere Arbeitsbedingungen für Ärzte und umfassend versorgte Patienten. Umgekehrt haben erste Entwürfe zu einem entsprechenden  Gesetz teils massiven Widerstand der Ärztekammern erfahren. Aus dieser zwiespältigen Situation leitet OÖGKK-Obmann Albert Maringer einen klaren Auftrag ab: „Neue Modelle der Primärversorgung dürfen nicht als Politikum stecken bleiben. Unser Gegenmittel ist die offene Diskussion. Deshalb laden wir alle interessierten Ärzte herzlich in die OÖGKK ein. Gemeinsam mit den niedergelassenen Medizinern wollen wir Chancen, Vorteile aber auch Bedenken hinsichtlich neuer Primärversorgungsmodelle erörtern. Die praktische Sicht und Erfahrung der Ärzte und Patienten soll bewusst einfließen. Eine alltagsnahe, bodenständige Diskussion ist mir lieber als jede hochgespielte Debatte.“

Positives Arbeitsklima in OÖ

Unabhängig vom Gesetzesentwurf haben die Ärztekammer für OÖ, die OÖGKK und das Land OÖ bereits ein Modell entwickelt und präsentiert, nach dem erste Pilotprojekte zur Primärversorgung in Oberösterreich umgesetzt werden. Dazu OÖGKK-Direktorin Mag. Dr. Andrea Wesenauer. „In Oberösterreich stehen alle Planungspartner einer Stärkung der Primärversorgung positiv gegenüber. Die Vorteile einer multiprofessionellen Betreuung werden von unserer Versichertengemeinschaft wie auch von den Ärzten anerkannt. Wie müssen also nicht mehr das Ob und Was diskutieren, sondern können uns auf Wie-Fragen konzentrieren.“

 

Inhalte und Ziele des Runden Tisches

Beim Dialog erfahren die geladenen Ärzte Details zur Umsetzung des Ennser Pilotprojekts. Enns steht beispielhaft für die Primärversorgungs-Variante „unter einem Dach“ (alle Gesundheitsberufe in einem Gebäude). Zudem präsentiert die OÖGKK den geladenen Ärzten die Möglichkeit eines multiprofessionellen und interdisziplinären Primärversorgungs-Netzwerks: Auch hier arbeitet der Hausarzt eng vernetzt mit anderen Gesundheitsberufen zusammen – jedoch nicht in einem Gebäude sondern standortübergreifend.

Ziel des Runden Tisches: Das Interesse der geladenen Ärzte an den Modellen der Primärversorgung ausloten und konkrete Fragen beantworten. Maringer: „Wir sind überzeugt, dass viele Hausärzte in den Primärversorgungs-Modellen eine Verbesserung für ihren Ordinationsbetrieb sehen. Ich kann aber auch verstehen, dass ein Arzt die persönliche Entscheidung, ob er künftig nach so einem Modell ordinieren will, nur auf Basis von klar bewertbaren Fakten treffen will.“

 

Gastgeber mit Praxis-Know-how 

Beim Runden Tisch stehen nicht nur die Modell-Entwickler von OÖGKK, Ärztekammer und Land OÖ den Ärzten Rede und Antwort. Auch Dr. Wolfgang Hockl wird zugegen sein: Als Initiator und Betreiber des Primärversorgungszentrums in Enns (Pilotprojekt) kann er aus erster Hand und auf Augenhöhe auf Fragen der interessierten Kollegen eingehen.

Zuletzt aktualisiert am 22. Januar 2016