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Ausbau der Psychotherapie

Schmuckbild Psychotherapie

OÖGKK investiert in psychische Gesundheit

Die Leistungen für Psychotherapie werden weiter ausgebaut: Für das Jahr 2015 wird die OÖGKK rund 10.000 Therapie-Stunden mehr finanzieren als im Vorjahr. Zudem wird in Partnerschaft mit dem Land OÖ ein weiteres Kinder- und Jugend­kompetenzzentrum für Minderjährige mit psychischen Problemen errichtet, an dem sich die OÖGKK maßgeblich beteiligt.

 

Für 2015 ist in Oberösterreich ein weiterer Ausbau der Leistungen auf dem Gebiet der Psychotherapie geplant: Rund 10.000 zusätzliche Therapie-Stunden
„auf e-card“, das heißt ohne finanzielle Eigenbeteiligung der Patienten, werden heuer bereitgestellt. Darüber hinaus wird von der OÖGKK in Zusammenarbeit mit den anderen oö. Krankenversicherungsträgern sowie dem Land OÖ ein zweites Kinder- und Jugendkompetenzzentrum für psychisch kranke Minderjährige einge­richtet. Die Kosten dieses neuen Angebots werden zur Hälfte wird von den
oö. Krankenkassen getragen, die andere Hälfte gemeinsam von Land OÖ und Caritas.

Eine ähnliche Einrichtung wurde in Oberösterreich bereits im Jahre 2011 geschaffen: das Kinder- und Jugendkompetenzzentrum Innviertel. Auch hier teilen sich die Sozialversicherung und das Land OÖ die Finanzierung.

 

Clearingstelle vermittelt rasch die richtige Therapie

Der Zugang zu Leistungen der Psychotherapie ist in den Bundesländern unter­schiedlich geregelt. In manchen Bundesländern entscheidet der chefärztliche Dienst über die Zuweisung zu einem Therapieplatz. In Oberösterreich vermittelt die „Clearingstelle Psychotherapie“ Klienten an Therapieplätze, die von der OÖGKK finanziert werden. In der Clearingstelle arbeiten Psychotherapeuten, die Patienten rasch und kompetent zum richtigen Therapie-Angebot vermitteln. Die Clearingstelle wird vom „Verein für prophylaktische Gesundheitsarbeit“ (PGA) und der
„OÖ Gesellschaft für Psychotherapie“ (OÖGP) betrieben und von der Sozialver­sicherung finanziert.

 

Neben der Psychotherapie „auf e-card“, die bei Vertragseinrichtungen und Vertrags­ärzten der OÖGKK angeboten wird, können Versicherte selbstverständlich auch Wahltherapeuten aufsuchen. Hier gilt eine österreichweit einheitlicher Kostenzu­schuss von 21,80 Euro je Therapie-Stunde.

 

Bedarf an psychischer Gesundheitsversorgung steigt weiter an

Eine ganze Reihe von Gründen führt dazu, dass der Bedarf an psychotherapeu­tischen Leistungen laufend steigt: Dazu zählen die Veränderungen in der Arbeitswelt ebenso wie Belastungen in privaten Bereich – Stichwort Pflege. „Ein weiterer Bedarf an psychotherapeutischen Behandlungen ergibt sich aus dem Ersatz der befristeten Invaliditätspension durch das REHA-Geld“, hält OÖGKK-Obmann Albert Maringer fest. Hier betreut und begleitet die OÖGKK 1.967 REHA-Geld-Bezieher (Stand Ende 2014) mit dem Ziel, ihnen einen Wiedereinstieg in das Arbeitsleben zu ermöglichen. Bei 1.484 davon lag eine psychische Diagnose vor. „Die OÖGKK wird selbstver­ständlich ihr Versorgungsangebot weiter ausbauen. Dabei geht es aber nicht um ein bloßes ‚mehr‘ an Therapie-Stunden, sondern um die richtige Therapie für die jeweilige Fragestellung – und natürlich geht es um Qualität und Wirksamkeit“, betont OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer.

  

Breite Angebotspalette an psychischen Gesundheitsleistungen

Die OÖGKK bot 2013 ein Volumen von 92.000 Therapie-Stunden über die Vertragsvereine an. Zusätzlich wurden 12.000 Stunden Psychotherapie in vier psycho­sozialen Beratungsstellen, Therapieprojekt OASIS, Behinderteneinrichtungen, KIJUK – Kinder- und Jugendkompetenzzentrum Innviertel und dem kasseneigenen „Institut für Psychotherapie“ sowie bei 25 Vertragsärzten erbracht. Zugleich wurden Zuschüsse zu 62.000 Therapie-Stunden bei Wahltherapeuten geleistet. Das macht in Summe 166.000 Stunden Psychotherapie, die von der OÖGKK bezahlt bzw. bezuschusst wurden. Die Gesamtaufwendungen der OÖGKK für Psychotherapie lagen 2013 bei 5,6 Millionen Euro, für 2014 beläuft sich die Schätzung derzeit auf 6,4 Millionen Euro. Für den Ausbau der psychischen Gesundheitsversorgung nimmt die OÖGKK 2015 rund 630.000 Euro in die Hand.


Zuletzt aktualisiert am 20. März 2015