DRUCKEN

Information zu den Schwerpunkten


Die Mitarbeiter/innen Ihres Betriebes, die zu „Multiplikatoren/innen“ ausgebildet werden, erlernen verschiedene Techniken aus den folgenden fünf Bereichen:

  

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Kognition

Eine äußere Belastung (z.B.: Zeitdruck) entscheidet noch nicht über die Reaktion eines Menschen darauf. Viel ausschlaggebender ist es, wie ein Mensch über diese äußere Belastung denkt und diese bewertet.

So kann es zwei Menschen mit derselben objektiven Situation völlig unterschiedlich gehen, wie im folgenden Beispiel (äußere Belastung: Zeitdruck) deutlich wird.

Person 1: 
„Ich schaffe das nie alles. Mein Chef wird denken, ich bin ein Versager.“

Person 2:
„Jetzt komm ich richtig in Schwung, wenn viel zu tun ist und da kann ich gleich allen zeigen, was ich drauf habe.“

Person 3:
„Meine Zeit ist zu knapp kalkuliert. Was ich mache, möchte ich ordentlich machen. Ich werde darüber mit meinem Chef sprechen.“


Beim Thema Kognitionen können verschiedene Arten von stressverschärfenden Gedanken unter die Lupe genommen und geprüft werden. Sind sie einer Person bewusst, kann diese sich damit aktiv auseinandersetzen.

  

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Imagination

Mit unserer Vorstellungskraft können körperliche Reaktionen ausgelöst werden. Fantasiereisen können Menschen helfen, angenehme Vorstellungsbilder zu entwickeln, die einen positiven Einfluss auf physiologische Prozesse (z.B.: Blutdruck, Herzfrequenz, …) haben.

Mittels Imaginationen können positive eigene Ressourcen aktiviert und ängstliche und depressive Gedanken und Gefühle vermindert werden.

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Achtsamkeit

Achtsamkeit ist mehr eine Grundhaltung als eine Technik. Es geht dabei um die bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Phänomene, die gerade in diesem Augenblick geschehen. Oft tun wir viele Dinge nebenbei oder denken bei der einen Tätigkeit schon wieder an etwas ganz anderes.

Achtsamkeit bedeutet, im Moment – im Augenblick zu leben. Dies ermöglicht eine gute Wahrnehmung der eigenen Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen. Es lässt den Menschen innerlich ruhiger werden und hilft, sich selbst gut zu spüren. Durch diese Übungen sind eine Steigerung der eigenen Stressresistenz und Konzentrationsfähigkeit möglich, sowie eine Reduzierung ungünstiger automatischer Handlungen und vieles mehr.

  

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Atemübung

Atemübungen können helfen, den Körper gezielt zu entspannen und die eigenen „Batterien“ wieder aufzuladen. Im Gegensatz zu unserem Herzschlag wird die Atmung nicht nur über das vegetative Nervensystem gesteuert, welches unwillkürlich und unbewusst abläuft. Sie kann auch zu einem großen Teil willentlich beeinflusst werden und dadurch körperliche Funktionen, wie etwa die Herzfrequenz, steuern.

Wird schneller geatmet, spannt sich der Körper an, die Herzfrequenz erhöht sich und auch die Geistestätigkeit wird angeregt. Wenn die Atmung verlangsamt und vertieft wird, beruhigt sich der Geist, der Körper entspannt sich und die Herzfrequenz reduziert sich.

  

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Progressive Muskelrelaxation (PMR)

Die Methode der Progressiven Muskelentspannung wurde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts von dem amerikanischen Neurologen Edmund Jacobson entwickelt.

Er ging davon aus, dass bei einem inneren Spannungsgefühl (Stress, Angst, Sorgen) eine Muskelkontraktion (Muskelspannung) beteiligt ist und dass dieses innere Spannungsgefühl aufgehoben werden kann, wenn die muskuläre Anspannung beseitigt wird.

Sein Training zielte vor allem auf die „Sensibilisierung der Muskelsinne“, um auch kleinste Verspannungen frühzeitig wahrnehmen und in der Folge bewusst abbauen zu können. So kann Stress abgebaut werden, das Immunsystem gestärkt werden, die Konzentrations­fähigkeit und die Durchblutung gefördert werden und vieles mehr.

Zuletzt aktualisiert am 08. Oktober 2015