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Borreliose


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Was ist eine Borreliose?

Die Borreliose ist eine vom Stich der Schildzecke übertragene bakterielle Infektionskrankheit.

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Wo kommt die Borreliose vor?

In Österreich zeigt die Borreliose im Gegensatz zu den FSME Gebieten keine geografischen abgrenzbaren Endemiegebiete.

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Was sind die Anzeichen einer Borreliose?

Die Borreliose verläuft schleichend und in mehreren Phasen. Wenige Tage bis Wochen nach der Infektion kann eine ringförmige, zunächst etwa handtellergroße Hauterscheinung - die sogenannte chronische Wanderröte (Erythema chronicum migrans) - auftreten, die sich allmählich um die Zeckenstichstelle ausbreitet und schließlich wieder verschwindet. Gleichzeitig werden in manchen Fällen uncharakteristische Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen /Gelenksschmerzen, vergrößerte Lymphknoten oder Fieber beobachtet.

Eine zweite, seltene Hauterscheinung ist eine rot-bläuliche Schwellung der Haut, die sogenannte Lymphadenitis cuti benigna.

Schreitet die Infektion fort, so kann es zu verschiedenen Organbeteiligungen wie Entzündungen der Gelenke (Lyme-Arthritis, bevorzugt Kniegelenk), des Nervensystems (Meningopolyneuritis, Facialparese), des Herzens (Peri-Myokarditis) sowie der Augen (Uveitis, Papillitis) kommen.

Das Spätstadium - Monate bis Jahre nach der Infektion - ist durch chronische Veränderungen der Haut (Akrodermatitis atrophicans) und in einzelnen Fällen durch bleibende Schäden gekennzeichnet.

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Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Die klinische Diagnose wird durch den Nachweis spezifischer Serum Antikörper oder durch den direkten Erregernachweis im Untersuchungsmaterial bestätigt.

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Wie entsteht die Borreliose ?

Borellien sind spiralförmige Bakterien, die mit dem Stich der infizierten Zecke auf den Menschen weitergegeben werden.
Zecken halten sich gerne in Laub- und Mischwäldern auf. Sie finden sich dort bevor-zugt im Unterholz, an Gräsern und niedrigen Sträuchern, nicht jedoch auf Bäumen. Am aktivsten sind sie am Vormittag, frühen Abend und in der Nacht.

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Wie wird Borreliose behandelt?

Besteht der Verdacht auf eine Infektion mit Lyme - Borrelien sollte unverzüglich eine antibiotische Therapie eingeleitet werden. Die Behandlung erfolgt im Frühstadium oral (dh in Tablettenform) über ca. zwei Wochen, im fortgeschrittenem Stadium über vier bis sechs Wochen. Zeigt die orale Therapie keine ausreichende Wirkung, wird eine Infusionstherapie durchgeführt.

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Was können Sie selbst tun?

Wichtig ist, die Zecke möglichst rasch zu entfernen. Am besten, die Zecke mit einer feinen Pinzette - notfalls mit den Fingern - langsam aus der Stichwunde herausziehen. Dabei sollte man versuchen, den Zeckenleib nicht zu zerdrücken. Eine bestimmte Drehtechnik ist nicht notwendig, ebenso wenig Öl, Alkohol oder ähnliche Substanzen. Sollten die Mundwerkzeuge der Zecke in der Wunde bleiben, werden diese meist innerhalb der nächsten Tage von selbst abgestoßen.

Die FSME-Impfung schützt nicht vor einer durch Bakterien verursachten Borreliose.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015