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Informationen-Auslandspensionen


Ausländische Pensionen und Renten sind krankenversicherungspflichtig

Mit dem Inkrafttreten der neuen Europäischen Verordnung zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (VO 883/2004) und mit dem Sozialrechts-Änderungsgesetz 2010 sind auch von ausländischen Pensionen und Rentenleistungen (EU- oder EWR-Mitgliedsstaaten und Staaten mit denen Österreich ein bilaterales Abkommen geschlossen hat, sowie die Schweiz) Krankenversicherungsbeiträge zu bezahlen. Diese Regelung gilt für Personen, die Anspruch auf Leistungen gegenüber einem österreichischen Krankenversicherungsträger haben. Eine Gleichbehandlung von ausländischen und österreichischen Pensionsleistungen ist nunmehr gegeben. Bisher waren nur von der österreichischen Pension die Krankenversicherungsbeiträge zu leisten.
Die Pensionsversicherungsträger sind zur Einbehaltung des Krankenversicherungsbeitrages in der Höhe von 5,1 Prozent verpflichtet. Ist der Krankenversicherungsbeitrag von der Auslandsrente jedoch höher als die österreichische Pension, schreibt der Krankenversicherungsträger den Differenzbetrag vor. Die Umsetzung dieser Bestimmung erforderte administrative und technische Umstellungen, daher erfolgte der Abzug oder die Vorschreibung erstmalig mit der Pensionszahlung Oktober 2011. Vor diesem Zeitraum sind keine Beiträge zu leisten.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015