DRUCKEN

Zusatzbeitrag für Angehörige


Der Gesetzgeber hat bestimmt, dass für gewisse Personen, wie Ehegatten, eingetragene Partner oder Lebensgefährten, die bisher bei einem Versicherten der OÖGKK ohne zusätzliche Kosten mitversichert waren, ab 1. Jänner 2001 ein Zusatzbeitrag gezahlt werden muss.

up

Für welche Personen ist ein Zusatzbeitrag zu entrichten?

  • Ehegatten, eingetragene Partner
  • Angehörige wie zB Geschwister, die dem Versicherten unentgeltlich den Haushalt führen
  • LebensgefährtInnen

up

Kein Zusatzbeitrag ist zu entrichten, wenn

  • der mitversicherte Angehörige sich aktuell der Erziehung eines oder mehrerer im gemeinsamen Haushalt lebender Kinder widmet. Hiefür ist die Hausgemeinschaft mit dem Kind ausreichend, auch wenn daneben eine Beschäftigung ausgeübt wird, oder
  • sich der mitversicherte Angehörige in der Vergangenheit dieser Erziehung zumindest 4 Jahre hindurch gewidmet hat, auch wenn das schon lange zurückliegt. Hiefür war die Hausgemeinschaft mit dem Kind ausreichend, auch wenn daneben eine Beschäftigung ausgeübt wurde. Der Erziehung "gewidmet hat" bedeutet, dass sich der/die  Ehegatte/Ehegattin, eingetragene PartnerInnen bzw. Angehörige sowie die Kinder (vor Vollendung des 18. Lebensjahres) zumindest 4 Jahre im gemeinsamen Haushalt aufgehalten haben. Es ist nicht erforderlich, dass der/die Ehegatte/Ehegattin, der/die eingetragene Partner/Partnerin bzw. Angehörige tatsächlich den Haushalt geführt hat. Eine Erwerbstätigkeit daneben ist zulässig.
  • der mitversicherte Angehörige pflegebedürftig ist und Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 (gültig ab 1. August 2009) erhält, oder
  • der mitversicherte Angehörige den Versicherten, der zumindest Pflegegeld in Höhe der Stufe 3 (gültig ab 1. August 2009) erhält, pflegt.


Kinder, Wahl-, Stief- und Pflegekinder bzw. Enkel sind weiterhin beitragsfrei mitversichert.

up

Beitragsvorschreibung

Der Zusatzbeitrag wird dem Versicherten vorgeschrieben und muss von diesem bezahlt werden. Der Zusatzbeitrag beträgt 3,4 % der Beitragsgrundlage des Versicherten (Pension, sonstiges Einkommen).

  • Bei Versicherten aufgrund einer Beschäftigung wird als Beitragsgrundlage das sozialversicherungspflichtige Erwerbseinkommen (inklusive Sonderzahlungen) herangezogen. Bei den unselbständig Erwerbstätigen wird dabei auf die letzten im Hauptverband gespeicherten Beitragsgrundlagen abgestellt. Dies sind die Beitragsgrundlagen des zweitvorangegangenen Kalenderjahres. Für 2010 wird also das sozialversicherungspflichtige Erwerbseinkommen des Jahres 2008 herangezogen. Sind derartige Grundlagen noch nicht vorhanden, wird das aktuelle Erwerbseinkommen berücksichtigt.
  • Bei Pensionisten ist die Beitragsgrundlage der aktuelle monatliche Pensionsbezug zuzüglich der Sonderzahlungen.
  • Bei Selbstversicherten gilt die hiefür herangezogene Beitragsgrundlage als Berechnungsgrundlage.
  • Im Falle einer Mehrfachversicherung wird der Zusatzbeitrag aus jedem einzelnen Beschäftigungsverhältnis fällig.

Der Zusatzbeitrag wird nicht vorgeschrieben, wenn:

  • Soziale Schutzbedürftigkeit nach den Richtlinien des Hauptverbandes vorliegt: Dies ist vor allem dann der Fall, wenn das monatliche Nettoeinkommen des Versicherten den Ausgleichszulagenrichtsatz für Ehepaare bzw. eingetragene Partner (für 2016EUR 1.323,58) nicht übersteigt oder
  • der Versicherte Krankengeld, Wochengeld, Karenzgeld, Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezieht.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015