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Zeckenschutz

In Österreich gibt es praktisch kein Bundesland, das FSME frei wäre. Es gibt auch keine Jahreszeit, in der nicht mit Infektionen gerechnet werden muss.

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Was ist eine Frühsommermeningoenzephalitis?

Die FSME ist eine Erkrankung, die in der warmen Jahreszeit auftritt und grippeähnliche Symptome mit Erkrankung des Gehirns, der Gehirnhäute und des Rückenmarks hervorrufen kann.
Es kann jedoch auch der Herzmuskel und die Leber betroffen sein.
Die Virusübertragung passiert meist in der Freizeit durch den Stich der infizierten Zecke.
Hauptüberträger in Europa ist der "gemeine Holzbock".
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

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Warum soll geimpft werden?

Die  FSME ist eine ausgesprochen gefährliche Erkrankung.
Mit zunehmendem Alter steigt die Komplikationsrate und somit die Wahrscheinlichkeit das es zu bleibenden Schäden wie Lähmungen, Kopfschmerzen und Migräneattacken kommt.
Ebenso besteht die Gefahr an der Erkrankung zu sterben.

Die Erkrankung kann nicht spezifisch behandelt werden.
Der einzige wirksame Schutz ist durch die Impfung gegeben.

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Wer soll sich impfen lassen?

Zum Schutz vor der Erkrankung ist allen Personen mit Aufenthalt im Freien die Impfung gegen  FSME zu empfehlen.
Die Impfstoffe sind ab dem vollendeten 1. Lebensjahr zugelassen.
Bei strenger Risiko / Nutzen - Abwägung kann im Einzelfall auch schon ab dem vollendeten 6. Lebensmonat eine Impfung erwogen werden.

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Wann soll geimpft werden?

Die Impfung kann zu allen Jahreszeiten verabreicht werden.
Der günstigste Zeitpunkt ist gegen Ende des Winters noch vor Beginn der Zeckensaison.

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Wie lange ist man geschützt?

Bei vollständiger Grundimmunisierung ist bei 99 % der Geimpften mit einem Schutz zu rechnen.
Eine Langzeituntersuchung rechtfertigt die Verlängerung der Impfintervalle.
Nach erfolgter Grundimmunisierung und einer Auffrischung nach drei Jahren werden nun die Intervalle auf fünf Jahre erweitert.
Ab dem 60. Lebensjahr sollte jedoch wieder ein drei Jahres Intervall eingehalten werden.
Bei Überschreiten dieser Fristen ist eine Beratung durch den Impfarzt einzuholen.

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Zeckenstich - was nun?

Der Zeckenstich ist schmerzlos und wird daher im allgemeinen nicht bemerkt.

Tipps:

  • Nach Aufenthalt in freier Natur untersuchen Sie sich und Ihre Lieben nach möglichen Zecken. Diese können in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und somit Größen vorkommen.
  • Eine Zecke sollte möglichst rasch entfernt werden.
    Entfernen Sie diese mit einer feinen Pinzette, indem Sie sie langsam herausziehen.
    An unzugänglichen Stellen und im Bereich von Schleimhäuten wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.
  • Verwenden Sie keine Hilfsstoffe wie Öl, Alkohol oder Klebstoff!
  • Bei zunehmender Rötung an der Stichstelle wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt !

Zuletzt aktualisiert am 25. September 2015