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Spitalsbehandlung

Versicherte der OÖGKK können sich in öffentlichen Spitälern in ganz Österreich ambulant oder stationär behandeln lassen. Die stationäre Behandlung wird ohne Zusatzkosten in der allgemeinen Gebührenklasse gewährt, solange es die Krankheit erfordert. Bei Kur und Rehabilitation gelten eigene Regeln.

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Spitalsbehandlung: Leistungen für Versicherte 

Spitalsbehandlung kann ambulant, tagesklinisch oder stationär erfolgen. Sie ist für Versicherte der OÖGKK in der allgemeinen Gebührenklasse öffentlicher Spitäler eine Sachleistung. Zur Liste der Spitäler in Oberösterreich…

 

Sie erhalten als Patient oder Patientin:

  • alle Behandlungen, die medizinisch notwendig sind bzw. ärztlich angeordnet wurden.
  • die notwendige Pflege.
  • bei stationären Aufenthalten: Unterbringung und Verköstigung in der allgemeinen Gebührenklasse.

 

Abgesehen von einem täglichen Kostenbeitrag der Patienten bezahlt die Behandlung in öffentlichen Vertragsspitälern der „OÖ Gesundheitsfonds“. Dieser wird zu einem großen Teil durch Pauschalzahlungen der OÖGKK, aber auch z. B. durch das Land Oberösterreich finanziert. Wäre das nicht der Fall, würde ein Aufenthalt im Spital für den einzelnen Patienten rasch unfinanzierbar werden.

  

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Einweisung und Transport ins Spital 

  • Grundsätzlich brauchen Sie eine ärztliche Überweisung. 
  • In Notfällen: Einweisung durch einen Rettungstransport.
  • Wenn Sie als Patient oder Patientin ohne Überweisung in Notfällen selbst eine Akut- oder Notfallambulanz aufsuchen, ist eine stationäre Aufnahme möglich, wenn dies medizinisch notwendig ist. 
  • Nehmen Sie unbedingt Ihre e-card ins Spital mit. 
  • Die Kosten für den Krankentransport ins Spital übernimmt die OÖGKK, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind (z. B. Gehunfähigkeit, Transportschein). Gehfähige Patienten können einen Ersatz für Reisekosten beantragen. Für Flugrettungstransporte und Freizeitunfälle am Berg gelten eigene Regeln.

  

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Täglicher Kostenbeitrag als Selbstbehalt 

Patienten und Patientinnen zahlen pro Behandlungstag einen Kostenbeitrag. 

  • Kostenbeitrag 2017: EUR 11,94 täglich an maximal 25 Tagen pro Kalenderjahr. Ab dem 26. Tag entfällt der Kostenbeitrag.
  • Kostenbeitrag 2017 für mitversicherte Angehörige: zwischen EUR 18,60 und EUR 20,60 an maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr. Ab dem 29. Tag entfällt der Kostenbeitrag.
  • Wird ein Kind im Spital stationär aufgenommen, zahlt der begleitende Elternteil einen täglichen Kostenbeitrag von EUR 5,10. Die Spitalsleitung muss der Begleitung zustimmen. Für Babys im ersten Lebensjahr gelten eigene Regelungen. Mehr Informationen…
  • Bei stationären Aufenthalten für Kur, Erholung und Rehabilitation gilt ein eigener Kostenbeitrag pro Tag.

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Ausnahmen vom täglichen Kostenbeitrag  

  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
  • Mütter bei Geburt eines Kindes.
  • Personen, die ein Organ spenden.
  • Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind (ausgenommen Befreiung der Entrichtung der Rezeptgebühr bei Erreichen der Obergrenze). Diese Ausnahme gilt nicht für mitversicherte Angehörige. Bedürftige Angehörige können jedoch beim Unterstützungsfonds der OÖGKK um einen Zuschuss ansuchen.
  • Patienten und Patientinnen der Sonderklasse (stattdessen sind Sondergebühren privat zu bezahlen).


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Sonderklasse

Die OÖGKK bezahlt keine Sondergebühren, die bei einer Unterbringung in der Sonderklasse anfallen. Diese können erheblich sein und sind von den Patienten und Patientinnen privat zu bezahlen. Manche private Zusatzversicherungen übernehmen dafür die Kosten. Die Sonderklasse bezieht sich im Wesentlichen auf die Art der Unterbringung (z. B. Einzelzimmer, Verköstigung) und die freie Arztwahl. Bei den medizinischen Leistungen darf es keine Unterschiede geben.

  

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Behandlung in Privatspitälern 

Wenn Sie sich in einem Privatspital behandeln lassen möchten  - egal, ob im Inland oder Ausland - kontaktieren Sie uns unbedingt vorher, um die Kostenfrage zu klären! Es können erhebliche Kosten auf Sie zukommen, die wir nicht automatisch übernehmen. Wir besprechen gerne mit Ihnen, welche Kostenzuschüsse möglich sind. Bitte beachten Sie: Auch eine chefärztliche Bewilligung durch die OÖGKK bedeutet nicht, dass wir die Behandlungskosten in einem Privatspital zur Gänze tragen.

  

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Spitalsbehandlung im Ausland bei Reisen bzw. Urlaub 

Wenn Sie bei einem Auslandsaufenthalt krank werden oder einen Unfall haben, müssen Sie die Behandlung, Medikamente etc. in der Regel zunächst selbst bezahlen. Über die Kostenerstattung der OÖGKK können Sie sich einen Teil des Geldes zurückholen. Wir empfehlen Ihnen den Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung, die nicht gedeckte Kosten übernimmt.

In europäischen Ländern, in denen Ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) gilt, werden die Kosten in der Regel direkt mit der OÖGKK abgerechnet, und Sie müssen nicht vor Ort bezahlen. Voraussetzung ist, dass es sich um ein Spital handelt, das mit der öffentlichen Krankenkasse des jeweiligen Landes einen Vertrag hat.

 

Mehr Informationen zur Krankenversicherung bei Reisen ins Ausland  

Mehr Informationen zur Kostenerstattung bei Krankenbehandlung auf Reisen…

Zuletzt aktualisiert am 28. September 2017