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Örtliche Zuständigkeit der Gebietskrankenkassen


Grundsätzlich ist jener Versicherungsträger örtlich zuständig, in dessen Sprengel sich der Beschäftigungsort befindet, in der die Tätigkeit des Dienstnehmers ausgeübt wird.

  • Wird die Beschäftigung jedoch abwechselnd in verschiedenen Orten ausgeübt, prüfen Sie, ob die Beschäftigung von einer festen Betriebsstätte ausgeübt wird. In diesem Fall ist der Versicherungsträger, in dessen Sprengel die feste Betriebsstätte liegt, für die Durchführung der Krankenversicherung zuständig.
  • Liegt der Beschäftigungsort in den Sprengeln mehrerer Versicherungsträger und ist auch keine feste Betriebsstätte vorhanden, ist der Wohnsitz für die Zuständigkeit maßgebend.
  • Die örtliche Zuständigkeit für die Krankenversicherung der Pensionsbezieher sowie der Bezieher von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung hängt immer vom Wohnsitz des Pensionisten bzw. Leistungsbeziehers ab.

Sonderregelung für Arbeitskräfteüberlasser nach dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (AÜG):

Bei einem inländischen Arbeitskräfteüberlasser gilt als Beschäftigungsort

  • der Sitz des inländischen Arbeitskräfteüberlassers.

Bei einem ausländischen Arbeitskräfteüberlasser gilt als Beschäftigungsort

  • der Standort des Betriebes des Beschäftigers.

Die Zuständigkeit richtet sich in beiden Fällen immer nach dem Beschäftigungsort.

Beispiel für eine inländische Arbeitskräfteüberlassung:

  • Firmensitz des Arbeitskräfteüberlassers liegt in Oberösterreich.
  • Firmensitz des Beschäftigers liegt in Niederösterreich.
  • Wohnsitz des Dienstnehmers ist in Niederösterreich.
  • Örtlich zuständig ist die OÖ Gebietskrankenkasse.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015