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Medizin an der richtigen Stelle: Offensive für Gesundheitskompetenz

Die OÖGKK zieht mit den Gesundheitspartnern in Oberösterreich an einem Strang: Patienten und Patientinnen soll besser informiert werden, wo sie mit ihrem Anliegen am besten aufgehoben sind.

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Von der Behandlung einer Erkältung bis zur komplexen Not-Operation: Unser Gesundheitssystem biete jede erdenkliche medizinische Hilfe für alle Erkrankungen, so OÖGKK-Obmann Albert Maringer, aber: „Wie weiß ich als Laie, wo ich richtig aufgehoben bin? Wie weiß ich, ob ich ein Gesundheitsproblem auch selbst lösen könnte? In diesen Fragen müssen wir der Bevölkerung mehr Orientierung und Sicherheit geben.“

Viele Patienten, die eine Notfallambulanz im Krankenhaus aufsuchen, haben Beschwerden, die leicht beim Hausarzt behandelt werden könnten. Um die Ressourcen im Gesundheitswesen effizient einzusetzen, ist es wichtig, dass sich die Menschen an die passende Stelle wenden. Ein großes Angebot medizinischer Apparate ist z. B. für einen Atemwegsinfekt nicht notwendig. Die oberösterreichischen Gesundheitspartner - OÖGKK, Land OÖ, Rotes Kreuz, Ärztekammer, die OÖ Spitalsträger und die Fachhochschule für Gesundheitsberufe - möchten in einem gemeinsamen Projekt für mehr Gesundheitskompetenz die Patienten an die richtige Stelle lotsen.

 

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Gesundheitstelefon 1450 und Hausarzt 

Das Gesundheitstelefon 1450 gibt rund um die Uhr kompetente Auskunft von Gesundheitspersonal, wohin man sich am besten mit seinen Beschwerden wendet: an den Hausarzt zu den Ordinationszeiten, an den hausärztlichen Notdienst am Abend und am Wochenende (Notruf 141) und nur in begründeten Fällen an eine Spitalsambulanz. Das Gesundheitstelefon gibt auch Tipps, was man daheim selbst unternehmen kann. Für kleine Beschwerden ist nicht in jedem Fall ein Arzt notwendig.

Die Offensive für Gesundheitskompetenz soll online und offline über die passende Kontaktstelle für Patienten informieren. Zu den häufigsten Beschwerdebildern soll es leicht verständliche Infos geben, z. B. als Video. Die Informationen arbeitet eine Projektgruppe aus, in welche die beteiligten Organisationen Experten entsandt haben. Die Kosten teilen sich OÖGKK und Land OÖ. Die konkreten Maßnahmen werden in den kommenden Monaten vorgestellt.

 

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„Das System entlasten“ 

 „Unser Projekt soll dazu beitragen, das System zu entlasten und so sollen auch den Menschen vermeidbare Irrwege und Wartezeiten erspart werden. Denn Patientinnen und Patienten an der falschen Stelle binden Ressourcen. Wenn sie sich hingegen gleich an die richtige Stelle wenden, bedeutet das im Gegenzug, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr Zeit für andere Patienten einsetzen können“, betont OÖGKK-Direktorin Mag. Dr. Andrea Wesenauer.   



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Zuletzt aktualisiert am 06. September 2019