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Elektronische Gesundheitsakte ELGA

ELGA ist ein Informationssystem, das die Gesundheitsdaten der einzelnen Patienten, z. B. medizinische Befunde, miteinander vernetzt. Behandelnde Ärzte, Pflegekräfte etc. in Arztpraxen und Spitälern, Apotheken und Pflegeeinrichtungen kommen rascher zu wichtigen Informationen und können einfacher zusammenarbeiten. Der Zugang zu ELGA ist streng geregelt. Patienten können ihre Daten jederzeit abrufen.

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Was ist die ELGA? 

ELGA steht für elektronische Gesundheitsakte. Sie ist ein Informationssystem, das Ihre persönlichen Gesundheitsdaten elektronisch miteinander vernetzt.

  

Was sehe ich in meiner ELGA? 

  • Sie sehen Entlassungsbriefe, Befunde, verschriebene Medikamente etc. jener Gesundheitseinrichtungen, die bereits mit der ELGA arbeiten. Das sind derzeit ein großer Teil der Krankenhäuser und manche Pflegewohnheime.
  • Die ELGA wird schrittweise ausgeweitet. In Zukunft werden auch  Vertragsärzteund Vertragsärztinnen sowie Apotheken Befunde abspeichern.
  • Befunde von  Vertragsärzten und  Wahlärztenwerden derzeit noch nicht in ELGA gespeichert.
  • Sie sehen in Ihrer ELGA, wer wann auf welche Ihrer Gesundheitsdaten zugegriffen hat.
  • Befunde aus der Zeit vor der Einführung der ELGA können Sie nicht abrufen.

  

Wer hat Zugriff auf meine ELGA? 

  • Als Patient oder Patientin können Sie jederzeit elektronisch in Ihre ELGA einsteigen, alle Dokumente ansehen und nachschauen, wer auf Ihre Daten zugegriffen hat.
  • Zugriff auf Ihre Gesundheitsdaten haben außer Ihnen nur Gesundheitseinrichtungen, bei denen Sie aktuell in Behandlung sind, z. B. Arztpraxis, Spital, Apotheke, Pflegeeinrichtung.
  • Die Gesundheitseinrichtung braucht Ihre  e-cardals „Schlüssel“ zu Ihrer ELGA. Nach dem Stecken der e-card hat sie 28 Tage lang Zugriff auf Ihre Gesundheitsdaten. Sie können den Zugriff Ihres Behandlers jedoch vor Ablauf der 28 Tage eigenhändig sperren. Steigen Sie dafür über das ELGA-Portal in Ihr ELGA-Konto ein.  
  • Apotheken haben nur zwei Stunden nach Stecken der e-card Zugriff und nur auf Ihre Medikamente (nicht auf Befunde etc.).  
  • Keinen Zugriff auf die ELGA haben Ärzte und Ärztinnen, die für staatliche Einrichtungen, private Versicherungen,  Sozialversicherungenoder Unternehmen tätig sind. Dazu gehören Amtsärzte, Schulärzte, Chefärzte, Betriebsärzte etc.

  

Wie kann ich in meine ELGA einsteigen? 

Sie steigen über das ELGA-Portal auf gesundheit.gv.at ein (zum ELGA-Login). Für den Einstieg brauchen Sie eine Handysignatur. Eine Handysignatur können Sie z. B. in den  Kundenservicestellender OÖGKK einrichten lassen.

  

Ist ELGA verpflichtend? 

Grundsätzlich ist jeder krankenversicherte Bürger automatisch bei ELGA. Sie können sich jedoch von ELGA ganz oder teilweise für einzelne Funktionen, z. B. e-Medikation, abmelden. Wenn Sie es sich anders überlegen, können Sie wieder neu einsteigen. Für die Zeit der Abmeldung werden jedoch keine Daten verknüpft. Mehr Informationen…

  

Ist es für den Patienten möglich, einzelne Befunde nicht in ELGA aufzunehmen? 

  • Ja, das ist möglich. Legen Sie in der jeweiligen Gesundheitseinrichtung Widerspruch gegen die Aufnahme der Daten in die ELGA ein. Sagen Sie es also vor der Behandlung z. B. Ihrem Arzt. In der Praxis spielt das etwa bei Schwangerschaftsabbrüchen, bestimmten Erbkrankheiten etc. eine Rolle.  
  • Daten, die bereits in ELGA aufgenommen wurden, können hinterher nicht mehr entfernt werden. Sie können jedoch jederzeit einzelne Befunde ausblenden. Diese können dann Ihre Behandler nicht mehr abrufen. Beachten Sie jedoch, dass ausgeblendete Befunde bei Diagnosen und in der Behandlung nicht berücksichtigt werden, was auch ein Risiko darstellen kann.  

  

Was ist e-Medikation? 

e-Medikation ist eine Teilanwendung der ELGA, die in Oberösterreich voraussichtlich 2018 eingeführt wird. Hier werden ärztlich verordnete und sonstige in der Apotheke gekaufte Medikamente und ähnliche Produkte für ein Jahr gespeichert. Sie können die Liste jederzeit einsehen, wenn Sie in Ihre ELGA einsteigen.  Vertragsärzteund Vertragsärztinnen sind verpflichtet, verordnete Medikamente zu speichern. Von  Wahlärztenverordnete Medikamente werden nicht gespeichert.  

  

Wo ist die ELGA bereits im Einsatz? 

Die ELGA wird in Österreich schrittweise eingeführt. Derzeit ist sie in einer ständig steigenden Zahl von Spitälern und Pflegewohnheimen im Einsatz. Kassenordinationen ( Vertragsärzte) und Apotheken sollen folgen. 


Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2018