DRUCKEN

OÖGKK-Ergebnisprognose 2018: Plus 7,6 Mio. Euro

Ein voraussichtliches Plus von 7,6 Mio. Euro meldet die OÖGKK Ergebnisprognose zum Stichtag 15. November für das laufende Jahr. 2018 wird – jedenfalls nach den Gesetzesplänen der Bundesregierung – der letzte Jahresabschluss einer eigenständigen OÖGKK sein. Ab 2020 sind nach diesen Plänen gar keine landesspezifischen Jahresberichte und Abschlüsse mehr vorgesehen.

Foto, Bilder, Bilderservice,  
(P/projkomm/esv/MDB/Bilder/Aktuell / Bilderservice)

„Versorgungsausbau und Weiterentwicklung mit unseren Partnern, maßgeschneiderte Lösungen für die oberösterreichischen Versicherten und sorgsamer Umgang mit den uns anvertrauten oberösterreichischen Beitragsgeldern – das sind die wesentlichen Überschriften für das Wirtschaften der OÖGKK. Und das spiegelt sich auch in der Vorschau für das Jahr 2018 wider“, fasst OÖGKK-Obmann Albert Maringer die nun vorliegende Ergebnisprognose zum 15. November zusammen.

 

Die vorläufige Erfolgsrechnung der OÖGKK weist für 2018 Gesamtausgaben von
2,47 Milliarden Euro aus, die darin enthaltenen Leistungsausgaben für Versicherte betragen knapp 2,40 Milliarden Euro. Die Summe der Erträge liegt bei 2,49 Milliarden Euro, wovon die Beitragseinnahmen 2,14 Milliarden Euro ausmachen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wird auf 22,8 Mio. Euro prognostiziert, der Bilanzgewinn auf 7,6 Mio. Euro.  

Leistungsausbau und maßgeschneiderte regionale Lösungen

„Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass das Leistungsangebot der OÖGKK laufend weiterentwickelt wird. Gänzlich neu ist etwa die Mundhygiene für Kinder und Jugendliche auf e-card, für die rund 2 Mio. Euro veranschlagt sind. Hier geben wir nicht nur gerne mehr Geld für unsere Versicherten aus, sondern würden wir uns noch größere Steigerungsraten wünschen!“, erklärt OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer. Weitere wichtige Ausbaufelder 2018 sind etwa die psychische Versorgung, der Aufbau der Primärversorgung und die Weiterentwicklung der ärztlichen Versorgung im Bundesland.  

Dynamik bei den Medikamenten

Etwas stärker als bisher sind auch die Medikamentenausgaben gestiegen (+ 4,1 Prozent auf knapp 438,9 Mio. Euro), unter anderem aufgrund eines Trends zu spezialisierteren, und daher auch teureren Medikamenten für eine Reihe von Krankheitsbildern. „Bei einigen Erkrankungen sprechen wir von Jahres-Therapiekosten von bis zu 500.000 Euro – und wir sind stolz darauf, dass diese Versicherten sich ohne Wenn und Aber auf den Schutz der Solidargemeinschaft verlassen können. Einige dieser Medikamente ermöglichen bessere Behandlung und höhere Lebensqualität als bisher – und von diesen Vorteilen sollen alle betroffenen Versicherten selbstverständlich profitieren“, betont OÖGKK-Obmann Maringer.   

Sattes Plus bei Ärzte- und Therapeutenleistungen

Aber auch bei den Ärzte- und Therapeutenleistungen wird ein sattes Plus von 5,7 Prozent auf aktuell 560,6 Millionen Euro ausgewiesen. Hier investiert die OÖGKK nicht nur in den Ausbau der Ärzteversorgung, sondern insbesondere auch in die Psychotherapie. 

Rückenwind durch anhaltend gute Wirtschaftslage

Ein wesentlicher Faktor für den positiven Abschluss ist die stabil-positive Entwicklung der Beitragseinnahmen. So steigt die Summe der Beitragseinnahmen 2018 um 4,7 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro, was insbesondere durch das Beitragswachstum bei den pflichtversicherten Erwerbstätigen gestützt wird.

 

Die vorliegenden Gesetzesentwürfe zur Kassenfusion sehen für 2019 vor, dass die OÖGKK zwar noch bis Jahresende weiter besteht. Ab April 2019 soll aber bereits der Überleitungsausschuss in Wien eingesetzt werden, der ab 1.1.2020 in den Verwaltungsrat der ÖGK umgewandelt wird und weitreichende Weisungs- und Entscheidungsrechte erhält. Ab 1.1.2020 soll die ÖGK alle bestehenden GKKs komplett ersetzen, alle wesentlichen Entscheidungen werden dann in Wien getroffenen. Insofern dürfte der Rechnungsabschluss 2018 der letzte sein, den die OÖGKK in Eigenverantwortung vorlegt.

 

 

Rückfragen:

Mag. Harald Schmadlbauer | Tel. 05 78 07 - 10 24 01 | harald.schmadlbauer@ooegkk.at

 

Zuletzt aktualisiert am 14. November 2018