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65.789 Mal „Ja zur OÖGKK!“ – starker Rückhalt aus OÖ

Exakt 65.789 Personen haben seit Anfang Dezember die Petition „Ja zur OÖGKK!“ unterschrieben (Stand: Mittwochabend). „Ein starker Appell für eine eigenständige, regionale OÖGKK“, freuen sich OÖGKK, Ärztekammer für OÖ und OÖ Selbsthilfeverband als Initiatoren. Im Februar will die OÖGKK die Unterschriften an Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein übergeben. Anlass der Petition war der politische Vorstoß, die Gebietskrankenkassen zusammenzulegen. 

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Das Ziel von 50.000 Unterschriften bis Ende Jänner ist klar übertroffen. OÖGKK-Obmann Albert Maringer: „Ich danke den Unterzeichnern ganz herzlich für ihr klares Bekenntnis zur OÖGKK. Angesichts des komplexen Themas ist die breite Teilnahme eine Sensation. Ich habe unzählige persönliche Gespräche geführt und konnte spüren: Für unsere Versichertengemeinschaft ist eine regional geplante Gesundheitsversorgung wesentlich.“ 

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Regional vor zentral

Dr. Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für OÖ: „Regionale Gesundheits-planung ist deutlich besser als zentrale Vorgaben, die nie auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten eingehen können. Für eine gemeinsame Zusammenarbeit, die bisher viele positive Aspekte für Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte gebracht hat, brauchen wir eine regionale Gebietskrankenkasse.“

 

Hubert Kehrer, Obmann-Stv. der Selbsthilfe OÖ – Dachverband der Selbsthilfegruppen: „Die Selbsthilfe OÖ dankt allen Unterzeichnern für das deutliche Votum. Aus Erfahrung wissen wir, was die Menschen im Land benötigen. Und wir haben in der OÖGKK einen Partner, der mit uns auf Augenhöhe redet und Lösungen für unsere Mitglieder sucht. Diese starke, funktionierende Allianz sollte man nicht unüberlegt aufs Spiel setzen.“ 

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Demokratie braucht Nähe

Die Sorge vieler Unterzeichner, dass Oberösterreich bei einer Kassenfusion draufzahlt, sitzt tief. Ein Grund: Die OÖGKK steht zu 100% im Eigentum der Beitragszahler. Sie gehört weder dem Staat noch der Politik. Das ermöglicht allen Mitgliedern eine Mitsprache in Gesundheitsfragen, die sie selbst betreffen könnten. Gerade hier ist regionale Selbstbestimmung unverzichtbar.

Maringer: „Es mag uns Oberösterreichern vielleicht egal sein, wo die Ärzte im Burgenland ordinieren. Aber wir wollen mitreden, wenn´s um den Arzt vor der eigenen Haustür geht. Wir sind erster Ansprechpartner für unsere Versicherten vor Ort. Gebietskrankenkassen stehen für nahe, demokratische Lösungen durch die unmittelbar betroffenen Menschen. Diese Nähe könnte eine Zentrallösung wohl kaum bieten.“ 

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Reformbedarf nicht leugnen

OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer hält gleichzeitig fest: „Die Petition ist kein Freibrief zur Selbstgefälligkeit oder Reformblockade. Viele Menschen haben sich zwar energisch für den Erhalt ihrer regionalen OÖGKK ausgesprochen, gleichzeitig aber auch ihre Sorgen und Probleme mit dem Gesundheitssystem deponiert. Dieses differenzierte Bild sollten wir am besten mit der Politik besprechen. Damit dort Veränderung greifen kann, wo tatsächlich Probleme sind.“ 

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Gespräch mit Ministerin

Im Februar will die OÖGKK die 65.789 Unterschriften an Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein übermitteln und die Ergebnisse diskutieren. Maringer: „Die
65.789 Unterschriften haben nicht nur Symbolkraft. Sie sind auch ein zigtausendfacher Auftrag unserer Versicherten, mit der Politik den konstruktiven Dialog zu suchen.“ 

 

Rückfragen:

Mag. Harald Schmadlbauer | Tel. 05 78 07 - 10 24 00 | harald.schmadlbauer@ooegkk.at

Zuletzt aktualisiert am 31. Oktober 2018