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Wiedereingliederungsgeld

Die Wiedereingliederungsteilzeit ermöglicht es, nach einem längeren Krankenstand die Arbeitszeit vorübergehend zu reduzieren und sanft wieder in den Job einzusteigen. Die Teilzeit ist für beide Seiten freiwillig, einen Rechtsanspruch gibt es nicht. Das Wiedereingliederungsgeld ersetzt einen Teil des entgangenen Einkommens.  

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Was sind die Voraussetzungen für das Wiedereingliederungsgeld? 

  • Ihr Dienstverhältnis besteht seit mindestens drei Monaten.
  • Ihr Krankenstand hat mindestens sechs Wochen ohne Unterbrechung gedauert. Die Wiedereingliederungsteilzeit schließt unmittelbar an Ihren Krankenstand an bzw. kann innerhalb eines Monats nach Ende dieses Krankenstands angetreten werden.
  • Sie sind arbeitsfähig, kehren an Ihre Arbeitsstelle zurück und reduzieren Ihre bisherige Arbeitszeit. Es ist egal, ob Sie vorher in Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet haben.
  • Sie haben eine schriftliche Vereinbarung mit Ihrem Dienstgeber ( Wiedereingliederungsvereinbarung (220.1 KB)) und einen Wiedereingliederungsplan (320.3 KB) Dafür brauchen Sie eine Beratung bei fit2work oder beim Arbeitsmediziner Ihres Unternehmens.
  • Ihr Einkommen mit reduzierter Arbeitszeit muss über der  Geringfügigkeitsgrenze von derzeit EUR 438,05 (Wert 2018) liegen und die reduzierte Wochenarbeitszeit beträgt mindestens zwölf Stunden.

 

Für arbeitsrechtliche Fragen wenden Sie sich bitte an die Arbeiterkammer.

  

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Wie viel kann oder muss ich arbeiten? 

  • Die Zahl Ihrer Arbeitsstunden vereinbaren Sie mit Ihrem Dienstgeber. Die Reduktion der Arbeitszeit muss mindestens 25 %, maximal 50 % betragen.
  • Ihre wöchentliche Arbeitszeit muss mindestens zwölf Stunden betragen.
  • Ihr Dienstgeber darf an Ihren Arbeitszeiten und Ihrer Stundenzahl nichts ändern. Einvernehmliche Mehrarbeit ist jedoch erlaubt.

 

Für arbeitsrechtliche Fragen wenden Sie sich bitte an die Arbeiterkammer.

  

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Wie hoch ist das Wiedereingliederungsgeld und wie lange kann ich es bekommen? 

  • Sie erhalten das Wiedereingliederungsgeld als teilweisen Ersatz für jenes Einkommen, das durch die Reduzierung der Arbeitszeit wegfällt. Es beträgt 60 % Ihres Bruttoeinkommens (= Bemessungsgrundlage) und wird entsprechend der Reduzierung Ihrer Arbeitszeit aliquotiert.
  • Sie erhalten das Wiedereingliederungsgeld für die vereinbarte Dauer, mindestens einen Monat, maximal sechs Monate lang. Eine einmalige Verlängerung um maximal drei weitere Monate ist möglich.
  • Das Wiedereingliederungsgeld wird alle 28 Tage im Nachhinein ausbezahlt.

  

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Ich möchte einen Antrag auf Wiedereingliederungsgeld stellen. Was ist zu tun? 

  • Sie brauchen eine Wiedereingliederungsvereinbarung (220.1 KB) mit Ihrem  Dienstgeberund zusätzlich einen Wiedereingliederungsplan (320.3 KB). Diese Unterlagen sind Voraussetzung dafür, dass die OÖGKK das Wiedereingliederungsgeld bewilligen kann.
  • Kontaktieren Sie dafür eine der Beratungsstellen von fit2work, dort erfahren Sie alles Notwendige. fit2work ist eine Initiative der österreichischen Bundesregierung, die von den Gebietskrankenkassen mitfinanziert wird. Zu Kontakt und Beratungsstellen von fit2work in Oberösterreich...
  • Wenn es in Ihrem Betrieb einen Arbeitsmediziner gibt, nehmen Sie Kontakt mit diesem auf. Eine Beratung bei fit2work ist dann nicht notwendig.
  • Bitte übermitteln Sie der OÖGKK den Wiedereingliederungsplan, die Wiedereingliederungsvereinbarung und allfällige medizinische Unterlagen per Post, Fax oder E-Mail. Ansprechpartner sind unsere Kundenservicestellen.


Zuletzt aktualisiert am 12. Dezember 2018