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15 Jahre OÖGKK Schulservice

Lehrlinge und Schüler im Dialog mit der OÖGKK

Im Frühjahr 1995 wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesschulrat und der OÖGKK das Projekt „Lehrlinge im Dialog mit der OÖGKK“ an Berufsschulen in Oberösterreich eingeführt. Seither wurden in 9.500 Vorträgen 230.000 Schüler und Schülerinnen über die Leistungen der sozialen Krankenversicherung informiert. Im Schuljahr 2008/09 waren es mehr als 17.000 Schüler und Schülerinnen. „Wir freuen uns sehr über den regen Zuspruch und das Interesse der Schüler an der Sozialversicherung“, meint OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth zum Jubiläum 15 Jahre OÖGKK-Schulservice.

Junge Menschen, die ins Berufsleben eintreten, wissen oft sehr wenig über ihre Rechte und Pflichten. Am Lohnzettel müssen sie feststellen, dass ihnen bestimmte Summen automatisch von ihrem Gehalt abgezogen werden (Lohnsteuer, SV-Beiträge). Was sich hinter dem Sozialversicherungsbeitrag verbirgt, ist für viele undurchschaubar. Bei-spielsweise weiß kaum jemand, wie sich der Sozialversicherungs-Abzug prozentuell aufteilt (Kranken-, Pensions-, Unfall- Arbeitslosenversicherung ...). Sinn des Schul-services ist es, den sozialen Schutz, den die Sozialversicherung und die Gebiets-krankenkasse bieten, in Relation zur Beitragsleistung zu bringen.
Gemeinsam mit dem Landesschulrat startete die OÖGKK 1995 das Projekt „Lehrlinge im Dialog mit der OÖGKK“: OÖGKK-Experten halten im Rahmen des Berufs-schulunterrichtes Vorträge zum Thema Sozialversicherung. Dieses Serviceangebot wird 2010 von allen 27 Berufsschulen in Oberösterreich genutzt. Aufgrund der Erfahrungen und der großen Nachfrage in den Berufsschulen wurde das Projekt ab Jänner 1996 auf berufsbildende Schulen (HAK, HASCH, HBLA, HTL) ausgeweitet. Ab dem Schuljahr 1996/97 wurde mit dem Aufbau von Vorträgen in sämtlichen Allgemeinbildenden Höheren Schulen in Oberösterreich begonnen.

Im Jahr 2009 wurden in allen Schultypen ca. 150 Schulen insgesamt 741 Vorträge in ganz Oberösterreich gehalten, 17.248 Schüler und Schülerinnen wurden damit erreicht und informiert. Seit Beginn Frühjahr 1995 wurden insgesamt bereits 9.500 Vorträge gehalten. 230.164 Lehrlinge und Schüler wurden in dieser Zeit über die Sozial-versicherung in Österreich informiert.

Zentrale Botschaft: Das Solidaritätsprinzip

Das wesentliche Merkmal der Sozialversicherung und damit auch der sozialen Krankenversicherung ist das Solidaritätsprinzip. Dieses bewirkt einen Ausgleich zwischen Gesunden und Kranken genauso wie zwischen Personen mit großem und solchen mit geringem Krankheitsrisiko, zwischen besser und schlechter Verdienenden sowie zwischen kinderreichen Familien und Singles. Schließlich kommt es zu einem Solidarausgleich zwischen Aktiven und Pensionisten. Es ist eine gesetzliche Kranken-versicherung notwendig, um diese Solidarausgleiche auf breitester Basis zu sichern. Solidarität heißt auch: einkommensabhängige Beiträge, aber beitragsunabhängige Sachleistungen.

Versicherungsschutz für die ganze Familie

Ohne zusätzliche Beitragszahlungen sind im Gegensatz zur privaten Kranken-versicherung Ehegatten und -Gattinnen, Lebensgefährten und Lebensgefährtinnen sowie Kinder bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen mitversichert. Der Versicherungs-schutz durch die OÖGKK schließt mehr als drei Viertel der oberösterreichischen Bevölkerung ein (1,170.000 Menschen). Unter dem vollen Versicherungsschutz stehen nicht nur die Versicherten selbst, sondern auch ihre Familien.

Hätten Sie es gewusst: Aktuelle Beiträge zur Krankenversicherung

Derzeit zahlen Arbeiter 3,95 Prozent ihres Lohnes für die Krankenversicherung, der Dienstgeber zahlt 3,70 Prozent, zusammen sind das 7,65 Prozent. Angestellte zahlen für die Krankenversicherung 3,82 Prozent ihres Gehaltes, 3,83 Prozent der Dienstgeber, zusammen sind das 7,65 Prozent. Lehrlinge ab 3. Lehrjahr zahlen für die Krankenversicherung 3,95 Prozent, der Dienstgeber 3,70 Prozent, zusammen
7,65 Prozent.
Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2010
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