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OÖGKK - Zusammenarbeit als Schlüssel

OÖ Gesundheitsplattform neu konstituiert

Seit März 2006 arbeiten das Land Oberösterreich und die oberösterreichischen Sozialversicherungsträger in der Gesundheitsplattform intensiv zusammen. In der heute stattgefundenen Sitzung in der OÖ Gebietskrankenkasse hat sich die Gesundheitsplattform unter dem Vorsitz von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer neu konstituiert. „Aus der Zusammenarbeit entsteht Innovation, und das macht unser Gesundheitssystem noch patientenfreundlicher, leistungsfähiger und effizienter“, sind sich Landeshauptmann Pühringer und sein Stellvertreter als Plattformvorsitzender, OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth einig.

Die Oberösterreichische Gesundheitsplattform hat schon wichtige Verbesserungen für die Gesundheitsversorgung der Menschen hervorgebracht. Beispiele dafür sind die Integrierte Versorgung von Schlaganfallpatienten (IVS) und die Strukturierte Diabetikerbetreuung, wo Oberösterreich mit Abstand die beste Beteiligung von Ärzten und Patienten vorweisen kann.

Derzeit wird intensiv am Projekt Nahtstellenmanagement (NSM) gearbeitet – ein Projekt, das letztendlich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des oberösterreichischen Gesundheits- und Sozialbereichs einbeziehen soll. Ziel ist eine Versorgung von Kranken und pflegebedürftigen Personen aus einem Guss, sodass die notwendigen Übergänge – beispielsweise zwischen Hausarzt, Spital und Pflegeeinrichtung – für die Patienten völlig reibungslos verlaufen.
Ein spezielles Krankheitsbild, das von allen Beteiligten spezielle Fähigkeiten in der Betreuung und Behandlung erfordert, ist die Demenz. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Zahl der Personen mit Demenzerkrankung in den nächsten Jahren zunehmen. Die OÖ Gesundheitsplattform hat dies erkannt und im April 2008 mit der Konzeption einer integrierten Versorgung von Demenzpatienten begonnen. In der nächsten Sitzung der Gesundheitsplattform im Juni 2010 soll ein entsprechendes Pilotprojekt beschlossen werden.

Diese Beispiele zeigen, wie eng Gesundheits- und Sozialsystem miteinander verknüpft sind. Umso erfreulicher ist es, dass in Oberösterreich auch der Sozialbereich des Landes intensiv in die Arbeit der Gesundheitsplattform eingebunden ist.
Das oberösterreichische Gesundheitssystem umfasst rund ein Zehntel der gesamten Wirtschaftsleistung im Bundesland. In vielen Bezirken ist der Gesundheitssektor die Branche mit den meisten Beschäftigten. Die Gesundheitsplattform und der dazugehörende Reformpool sollen für eine bessere Abstimmung zwischen Spitalsversorgung (intramuraler Bereich) und der extramuralen Versorgung, also niedergelassenen Ärzten, Gesundheitsberufen, Apotheken usw. sorgen. Neben Qualitätsverbesserungen sollen auch Über-, Unter- und Fehlversorgungen vermieden werden, die durch die unterschiedlichen Zuständigkeiten in der Planung und Steuerung entstehen können.

„Oberösterreich hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Der immer rasantere Fortschritt in der Medizin, die immer komplexeren Behandlungsprozesse und natürlich die Alterung der Gesellschaft sind aber nur dann erfolgreich bewältigbar, wenn wir gemeinsam das Gesamtsystem im Auge haben und gemeinsam Verantwortung tragen“, freuen sich Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth auf die neue Periode der Zusammenarbeit.

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